Zukunft von Linuxmuster.net

Hi,

in den letzten Wochen hat mich immer wieder mal die Frage beschäftigt, welche Zukunft linuxmuster.net eigentlich hat. Linuxmuster lässt sich gut einsetzen in einer Schule mit einem / mehreren PC-Räumen. Mit Linbo lassen die Rechner sehr gut managen.

Der Trend geht allgemein zur 1:1 Ausstattung (international schon länger umgesetzt). Stellen wir uns mal so eine Schule vor, in der jeder Schüler sein eigenes Gerät hat (egal ob von der Schule gestellt oder BYOD): Welche Funktion hätte linuxmuster.net in so einer Umgebung?

Linbo? Braucht man eigentlich nicht mehr (maximal zum erstmaligen Bespielen, aber dafür gibt es auch andere Lösungen). Bei BYOD sowie so nicht.

Übrig bleibt die Benutzerverwaltung zum Login bei externen Diensten (Nextcloud, Moodle, …). Die pädg. Funktionen der Schulkonsole maximal noch, wenn man alle zwingt sich am Proxy mit den eigenen Geräten anzumelden.

Einer der Vorteile von GSuite for Education, O365, … ist ja, dass ich nicht nur einfach einen Benutzernamen bekomme, sondern dazu eine eMail, ein Ökosystem, in dem ich mich nur 1x anmelden muss, um auf alle Dienste zuzugreifen. Was müsste sich ändern, damit LMN einen ähnlichen „Komfort“ anbieten könnte?

Klar gibt es die Möglichkeit eine eigenen Mailserver zu betreiben, aber wer möchte das schon gern? Da kann man auch viel falsch machen und schon kommen keine Mails mehr an, werden geblockt, landen im SPAM etc.

Nextcloud versucht ja viele Dienste in einer Oberfläche zu vereinen und das kommt noch am ehesten dem Nahe, was MS oder Google anbieten. Aber dafür brauche ich auch kein Linuxmuster mehr, da reicht es, wenn jeder einen Nextcloud Login in bekommt. Mit OAuth2 kann man diesen Login auch für andere Dienste nutzen.

Versteht mich nicht falsch: Linuxmuster.net ist ein tolles Produkt, aber wofür braucht man es noch in einer 1:1 Umgebung in Kombination mit z.B. Nextcloud?

Nachdenkliche Grüße
Stephan

Hallo Stephan,

ja es ist schon eine berechtigte Frage. Vor allem dieser Teil:

Besonders mit Hinblick auf den Aspekt „Public Money, Public Code“. Auf alle Fälle will ich nicht den globalen Playern die Daten antragen.

Ein anderer Post passt gut zu deiner Frage:

https://ask.linuxmuster.net/t/foerderung-von-opensource-bei-der-digitalisierung-von-schulen/5483/83

Beste Grüße

Thorsten

Hallo Stephan,

ich sehe in den BYOD Umgebungen große Probleme, da so auch jeder Virus eingeschleppt werden kann. Die Geräte darf man ja dann höchstens in eine DMZ packen, aber nicht in das Schulnetz.

Ich sehe gerade bei den Lehrer-Laptops den Vorteil, dass die meisten Lehrer ja keine Admins sein wollen und am liebsten wohl ein zentral gepflegtes Arbeitsgerät gestellt bekommen wollen. Wenn ich das als Neuling richtig sehe, könnte man auch einen „privaten“ Lehrerlaptop mal eben in der Mittagspause neu betanken und hätte viele Probleme weniger.

Außerdem reden alle immer nur von Office, aber Linux hat doch viel mehr zu bieten, was O365 nicht bietet wie Musikbearbeitung, Notensatz, echte Textsatzprogramme u.v.m.

In einigen Kommunen werden ja aktuell - wohl aus Aktionismus durch unsere Pandemie - iPads oder andere Tablets angeschafft, die ich nicht als Arbeitsplätze ernst nehmen kann. Habe natürlich auch eins fürs Sofa, aber zum Lernen/Arbeiten? Sehe auch da noch nicht, wie diese Geräte „abgesichert“ werden sollen, dass darauf nicht nur gespielt und gesurft wird.

Zu guter Letzt spart LMN in meinen Augen den Kommunen viel Geld, weil die Hardware wesentlich länger genutzt werden kann. Ein iPad ist doch nach wenigen Jahren veraltet. Aktuell mag es da einen Digitalpakt geben, aber langfristig ist mir ein schlankes Betriebssystem lieber, das auch auf alten Geräten stabil und flüssig läuft.

Ich bin mir sicher, dass LMN sich durchsetzen wird.

Grüße
Christian

1 Like

Hallo Stephan,

für mich stellt ich die Frage (immer noch) auf zwei Ebenen:

  • zum einen das „Produkt“, der Schulserver. Da sehe ich einerseits eine
    Menge (cooles) Potential, Linbo aber auch sophomorix als zentrales
    Puzzleteil „freier“ Schulnetze zu positionieren. Das heißt aber auch:
    muss Linuxmuster noch Dateien verteilen können oder sagt man klar:
    Frontend können andere besser (bei uns hat seit Moodle/Nextcloud keiner
    mehr Dateien über linuxmuster einsammeln/verteilen wollen) ->
    Modularisierung? Andererseits kann man viele existierende Produkte
    sicherlich verbessern mit Blick auf Schule - und so etwas zu bündeln und
    zu sammeln, eigenes hinzuzufügen… Da sehe ich auch langfristiges
    Weiterentwicklungspotential - (bessere) Abbildung der Schulstruktur
    (vgl. anderer Post), Schnittstellen jenseits von LDAP, SSO-Server, …

  • zum anderen die Community, die ja immer schon etwas war, mit dem man
    „wuchern“ konnte - engagierte, neugierige, offene Menschen, die an der
    Schnittstelle von Technik und Pädagogik stehen (und in Zeiten der
    Digitalisierung oft erstaunlich wenig gehört werden). Hier ist in Ask
    und in Wikis und in der Doku schon viel gewachsen. Gleichzeitig merke
    ich (geht das nur mir so?), dass es inzwischen Fragestellungen gibt, die
    immer wieder neu aufgeworfen werden - zum Glück gibt es immer wieder
    fleißige Querverlinker, die auf bestehende Posts verweisen. Aber die
    langfristige Sicherung von Ergebnissen geht derzeit im (für die
    Diskussion echt tollen) Ask etwas unter.

Vor allem aber habe ich das Gefühl, dass viele Posts der letzten Monate
eben zeigen, dass es in der Verzahnung dieser beiden Aspekte manchmal
ziemlich knirscht. Viele hier sind „Nutzer“ des Schulervers und bringen
sich als solche gerne und intensiv ein - sind aber am Produkt selbst
nicht oder kaum beteiligt - inzwischen würde ich sagen: aus guten
Gründen. Auf der anderen Seite der Kern der Entwickler, der eben die
Entscheidungen oft auch ohne Rückkopplung an die Community trifft (wie
lange diskutieren wir jetzt eher im-Nebel-stochernd an dieser
Linux-Windows-Vertrauensstellungs-Problematik - da geht es nicht um
Schuld oder Zuständigkeit, bei mir entsteht nur einfach nicht das
Gefühl, dass da irgendwie ein strukturierter Prozess in Gang kommt, um
das aus der Welt zu schaffen; selbst/gerade wenn da viel an
PN/„Hinterzimmerkommunikation“ laufen mag). Das ist jedenfalls ein
komplexes Thema, für das ich im Moment auch keine Lösung sehe (und
vielleicht sehen das die meisten ja auch viel unkritischer).

Linuxmuster einzusetzen hat für mich viele „Nebeneffekte“: die
Festlegung auf freie Software, der Zwang (bzw. die Chance), eigene
Kompetenz aufzubauen, das Gefühl, dass hier aus der Praxis für die
Praxis gearbeitet wird und vor allem dass ich mich als Teil einer
inzwischen spürbar gewachsenen Community fühlen darf, die gemeinsam um
Lösungen ringt für Probleme, die gerne einige wenige
(menschenfreundliche, nachhaltige, selbstlose) Firmen mit ihren
Produkten lösen möchten. Als Projekt steht linuxmuster.net für mich
derzeit (noch) als Beweis, dass es dazu eine tragfähige Alternative
gibt, mit der Dinge gehen, die auf anderem Weg unmöglich oder
unbezahlbar sind oder eben schwer erträgliche Nebenwirkungen enthalten.

Viele Grüße
Thomas

Hallo Christian,

Klar, das würde ich auch so machen. Zugang zum Internet reicht da in den meisten Fällen. Aber rein ökologisch spricht viel für BYOD.

Das stimmt, doch in der Praxis ist das eher die Ausnahme. Die meisten Aufgaben/Probleme lassen sich in einer Textverarbeitung, Tabellenkalkulation oder Präsentationssoftware lösen. Außerdem liegt der größte Vorteil in der Kollaboration, dem gemeinsamen (zeitgleichen) Arbeiten an einem Dokument.

vG Stephan

Hallo Thomas,

Kann dir in allen Punkten zustimmen. Trotzdem bleibt die Frage, ob man dafür einen LMN Server braucht oder andere Produkte verwendet, die auf einer breiteren (Entwickler)Basis als LMN stehen. Aber das ist ein anderes Problem. LINBO (falls man es braucht) ist aber ein starkes Argument dann doch auf LMN zu setzen.

Ja, da gibt es im dt.-spr. Raum glaube ich nichts Vergleichbares.

Das ist toll (sehe ich persönlich auch so), interessiert aber die Menschen, die über den Einsatz von LMN entscheiden meistens nicht.

Aktuell sind die Core-Features von LMN folgende (IMHO):

  • User-Management (aber nur Lehrkräfte / SuS)
  • LINBO

Diese beiden Features sollten gestärkt werden und Lösungen für die aktuellen Probleme gefunden werden.

Um Außenstehende zu überzeugen, braucht es aber in Zukunft mehr, z.B. eine einfachere Integration mit anderen Diensten, einfacherer Einstieg in LINBO und Postsync, evtl. auch LINBO mehr von LMN lösen und als eigenständiges Produkt weiterentwickeln.

vG Stephan

Dem muss ich mich (leider) anschliessen. Ich habe da neulich mal ein wenig eintauchen wollen und habe nach einer Dokumentation der Datenbankstruktur gefragt. Leider blieb diese Frage unbeantwortet.

Dinge zu entwickeln, die sich irgendwie mit LMN verzahnen beinhalten reverse Engineering. Das ist irgendwie unschön.

Dazu kommt, dass ich auch gern Verbesserungsvorschläge machen würde (auf „unterer“ Ebene, also nicht Änderung der Web-UI oder ähnliches), sehe aber nicht, wie diese umgesetzt würden (Ich bin dabei, ein paar Datenbanken, die wir haben zu verzahnen, sodass die redundante Datenhaltung zumindest frei von Inkonsistenzen wird).

Hier würde ich die Zukunft von LMN zB auch sehen: In der Verzahnung mit anderen Diensten (zB DaNiS oder der NBC hier in Niedersachsen).

Genau, Excel kann ja im Grunde alles was man so braucht und man kann damit nicht nur Schulen sondern ganze Staaten verwalten (siehe UK) :rofl:

Hallo Stephan,

Das ist in meinen Augen eher eine Beschreibung des Problems als der Lösung:

  • wenn Schüler mich fragen, wie sie ihre Facharbeit schreiben sollen, empfehle ich einen Texteditor (FocusWriter z.B. - keine Ablenkung mit (zu Beginn der Arbeit) völlig unnötigem Schnickschnack). Wer es richtig heftig möchte, darf auch LaTeX benutzen - das wurden dann übrigens alles hervorragende Arbeiten, während sich mit Word aller möglicher Mist zusammengeklickt wurde.
  • wie Präsentationen mit PowerPoint es schaffen konnten, den Stellenwert zu bekommen, den immer noch viele meinen, ihnen geben zu müssen, ist mir tatsächlich schleierhaft. Ich sehe selten, sehr selten mal eine „gute“ PP, die mehr ist, als ein Sammelsurium verzichtbarer Informationsdoppelungen. DAS geht auch ablenkungsfreier mit LaTeX - und wenn man wirklich etwas visualisieren will, finde ich so etwas wie Sozi wesentlich hilfreicher. Das hier ist schon uralt, aber ich finde es immer noch bedenkenswert.
  • Zu Excel fällt mir gerade diese recht aktuelle Nachricht ein.

Bürosoftware hat sicher ihren Platz und es schadet sicher nichts, ihre Konzepte zu beherrschen. Aber diese Allgegenwärtigkeit und Exkluivität empfinde ich (auch in der Industrie) eher als Hemmschuh und Krücke denn als Innovationstreiber.

Gerade, wenn die Anforderungen ein wenig jenseits von „Buchhaltung“ und „Sales“ liegen, lohnt es sich, die Augen zu öffnen und den Horizont zu weiten. Das ist wie bei Platon, wenn man die Vielfalt an problemnahem Lösungen einmal gesehen hat, möchte man nicht mehr in die Microsoft-Höhle zurück. Aber es tut eben am Anfang durchaus einmal weh…

Viele Grüße
Thomas

1 Like

Damit hast Du sicherlich recht, aber dafür ist ja kein MS Office notwenig.

Habe über 1:1 und BYOD nachgedacht: vermutlich muss man differenzieren zwischen Grundschule und Berufsschule. Spätestens in der weiterführende Schule kann BYOD ganz attraktiv sein, für die einfachen Dinge. In der Grundschule haben die meistens Kinder sicherlich keine eigenen Geräte. Und für den Informatikkurs sowie für Physik-LK bringen mir doch iPads oder private Windows-Kisten nichts. Da muss doch passende Software zentral bereitgestellt werden.

Wie gesagt halte ich LMN für ein gutes Projekt, das vielleicht um weitere Konzepte erweitert werden könnte. Dadurch wird es aber doch nicht obsolet.

Grüße
Christian

Hallo Stephan,

solche Gedanken hab ich mir auch schon gemacht. Aber ich bin bisher jedesmal zu dem Schluss gekommen, dass

  • eine 1:1 Ausstattung auch aus Schulgeräten bestehen würde, weil eine BYOD nicht wartbar wäre für einen zuverlässigen Einsatz in der Schule
  • Deshalb selbst dann linbo für mich noch unersetzlich wäre, um eine unkomplizierte Restauration von kaputtgespielten Geräten zu ermöglichen (gerade spüre ich die Kraft von Linbo bei der Herrichtung der Corona-Sofort-Programm-Laptops…)
  • selbst wenn die einzige Aufgabe noch der LDAP für die externe Authentifizierung wäre (was sicher noch viele Jahre nicht der Fall sein wird…) wäre die Benutzerverwaltung Sophomorix allen Konkurrenzprodukten weit überlegen, wenn es darum geht, jährlich wechselnde Massen an Nutzern mit Versetzung, Einschulung, Entlassung, Sitzenbleiber… zu verwalten.

Und zudem kommt für mich (und da bin ich sicher nicht alleine) gar nicht in Frage, über G-Suite, MS365 und sonstige Angebote im datenschutzrechtlich bedenklichen Raum nachzudenken, wenn es darum geht, meine Schüler zu digital souveränen Menschen zu erziehen.
linuxmuster.net ist ja mehr, als „nur“ eine komplett-Schullösung.

Liebe Grüße
Jesko

Hallo Jesko,

Ja, LINBO ist das Alleinstellungsmerkmal.

Das stimmt schon, allerdings geht das auch recht unkompliziert mit einer Schnittstelle (z.B. ein Skript) zwischen Schulverwaltungssoftware und Produkt XY. Wir machen das z.B. so, um unsere Mailadressen, Gruppenverteiler etc. jedes Jahr einzurichten (bei unserem externen Maildienstleister). Dazu brauche ich nicht unbedingt sophomorix. Bei uns reduziert sich der Nutzen tatsächlich hauptsächlich auf den LDAP.

Klar, aber darum geht es hier ja gar nicht.

In erster Linie ist die LMN ein Produkt, um die wichtigsten Dienste in einem Schulnetzwerk abzubilden (DHCP, DNS, AD/LDAP, LINBO). IMHO sollte noch viel mehr in die Richtung Integration nachgedacht werden, d.h. irgendeine Schnittstelle LMN → Nextcloud / Moodle / Mahara / Zammad / …, die über LDAP / AD Authentifikation hinaus geht und einen nützlichen Mehrwert bietet.

vG Stephan

Hallo Thomas,

Ja und Nein :slight_smile: Mir ging es v.a. um den Punkt des gemeinsamen Arbeitens an Dokumenten und das ist hauptsächlich bei Texten / Tabellen und vielleicht Präsentationen der Fall. Ich kenne jetzt z.B. kein Notensatzprogramm, wo man gemeinsam ein Lied komponieren kann.

Die Möglichkeiten, die sich durch Kollaboration bieten, sollten auch in der Schule genutzt werden. Wikis haben das ja im Prinzip vorgemacht. Online Office Suites gehen da noch einen Schritt weiter. Wir arbeiten seit fast 10 Jahren so bei uns im Kollegium und ich kann es mir nicht mehr anders vorstellen, da es so viele Vorteile bietet.

Ja, wir setzen dafür GSuite ein (darauf bin ich nicht stolz), aber die Hürde ist da jetzt ziemlich hoch, wenn man davon weg zu einer Open Source Lösung will. Eigentlich kommt nur Nextcloud annähernd daran heran (Google Docs, Mail, Drive) aber ich könnte meine Kollegen nur sehr schwer von Moodle oder so überzeugen, da es im Vergleich zu Google Classroom zu kompliziert ist (Ich hoffe da sehr auf Moodle Version 4). Das Datenschutzargument interessiert außerhalb von Dtl. / Europa niemanden.

Aber zurück zum Thema: Linuxmuster ist toll, das Produkt, die Community. Ich stehe auch voll hinter den Werten, bringe mich gern mit ein, aber ich befürchte, dass der Zug für LMN in der jetzigen Form bald abgefahren sein wird. International dachte ich immer, dass es vielleicht auch einen Markt für LMN geben könnte. Mittlerweile bin ich da nicht mehr so zuversichtlich, da es eigentlich (fast) nur noch Google- (mit Chromebooks) oder MS-Schulen (mit Surface) gibt. In Deutschland wehrt man sich noch mehr oder weniger erfolgreich, aber wie erfolgreich das auf Dauer ist - ich weiß es nicht. Der Druck ist groß und die Alternativen teuer (nicht unbedingt die Lizenzkosten, aber technical debt).

Deshalb: Wofür möchte LMN eigentlich eine Alternative sein? Zu einem MS AD-Server mit Gruppenrichtlinien? Zu einem Google LDAP (ja wir könnten auch komplett auf LMN verzichten (außer Linbo) und die Schüler mit ihren Google Accounts anmelden lassen…)? Zu Univention?

vG Stephan

… und wenn man das Geld zu diesem Zweck verwenden würde??

1 Like

Hallo,

meine Befürchtung ist, dass google ein sehr attraktives Produkt auf den Markt gebracht hat, was dazu führt, dass Schulen schon die „Werbung“ für google übernimmt und die Kinder von klein auf an google bindet.

Hat Schule nicht auch einen Bildungsauftrag im Bereich Medienkompetenz? Sollten nicht wenigstens die Lehrer auf der Höhe der Zeit sein und die Datenschutzproblematik ernst nehmen? In meinen Augen ist Linux seit Jahren ein vollwertiger Ersatz für kommerzielle Produkte. Wen man hier und da konsequent weiter arbeitet, so kann die Schule eine echte Alternative aufzeigen. Warum hängen alle Menschen so an Microsoft? Weil sie damit groß geworden sind.

LMN sollte also auch eine Alternative zu den Google und MS Online Produkten werden, was doch gar nicht so viel Arbeit ist.

Just my two cents

Grüße
Christian

Die beiden haben nichts miteinander zu tun. GSuite for Education und MS O365 haben mit LMN soviel gemeinsam wie Äpfel und Birnen.

Hallo Christian,

ich sehe das genauso, und hier bei LMN wohl eigentlich alle. Die Realität sieht im Regelfall leider genau gegenteilig aus.
Ja, KuK (und leider auch viele SuS) wollen M$, weil sie das kennen und damit „groß“ geworden sind. Dass auf eigentlich allen Mobilgeräten (Smartphones, Tablet) ein Linux läuft (selbst das angebissene Obst ist letztlich ja nichts anderes) und (fast) jeder diese Geräte (wie einen PC mehr oder weniger) erfolgreich nutzen und bedienen kann, hat bislang leider nicht bewirkt, dass die Vormachtstellung von M$ auf PC/NB und die Meinung der Meisten, das sei der „Standard“ und nur damit könne man „richtig“ arbeiten, schwindet :frowning:

So hatten wir (zu 100% von mir betreut) jahrelang LMN und ausschließlicih Ubuntu an den Rechnern im päd. Netz. Und auch wenn die Entscheidung des Exchefs 2018, alles platt machen zu lassen und pädML Linux und Win auszurollen (koste es was es wolle) eine reine Machtdemonstration mir gegenüber war, waren und sind die meisten KuK zumindest insgeheim froh, endlich wieder ihren geliebten M$ Kram inkl M$O zu haben.

DAS ist leider an geschäzt 99,9% ALLER Schulen die bittere Realität.

Bildungsauftrag statt LockIn für die ausländische IT-Großkonzerne, Datenschutzproblematik erkennen oder gar ernst nehmen… spielt alles keine Rolle. Das Fehlen von Medienkompetenz (sich auch in einem anderen System zurechtfinden) und die Bequemlichkeit (sich zurechtfinden wollen) haben hier leider die Oberhand, und da kommt es gerade Recht, wenn KM & Co auch noch auf biegen und brechen versuchen, MS 365 & Co datenschutzrechtlich zu „legalisieren“.

Viele Grüße
Steffen

Ich würde mir wünschen, wenn wir beim Thema bleiben und nicht immer in dieses Thema abschweifen. Da sind wir uns denke ich hier alle einig.

Und nebenbei: Open Source Software sollte genauso einfach und bequem zu bedienen sein, damit sie eine Chance gegen andere Produkte hat. Nextcloud macht da vieles richtig und viele andere Projekte auch. Es muss nicht immer alles kompliziert sein. Wir als Linux-Nutzer sind das gewohnt, weil wir bereit sind den Preis dafür zu zahlen, aber 99% „der anderen“ wollen einfach eine Lösung, die funktioniert und einfach zu bedienen ist, damit sie ihren Job machen können. Das kann ich verstehen.

vG Stephan

Hallo Michael,

das ist richtig, aber wenn (eine) Schule GSuite for Education und/oder MS O365 nutzt, braucht sie v.a. gutes WLAN und eine dicke Internetleitung. Ich sehe die Notwendigkeit von dicken Schulserverlösungen im Zeitalter von immer mehr Auslagerungstendenzen in Clouddienste mittel- bis langfristig auch als „gefährdet“ an.

Versteht mich nicht falsch, ich finde LMN natürlich nach wie vor ein mega Produkt (sonst wäre ich wohl nicht mehr hier dabei) und ich sehe auch den klaren Nutzen von so einer richtigen Schulnetzlösung (bei LMN natürlich v.a. sophomorix und Linbo aus fast schon Alleinstellungsmerkmale), aber das werden über kurz oder lang viele Entscheidungsträger (Schulträger) aus (vermeintlichen) Kostengründen anders sehen und ggf. auch entscheiden.

Dass das Auslagern von Diensten und Rechenkapazitäten langfristig günstiger wird, wage ich zu bezweifeln. Es wird aber eigentlich fast immer nur das jetzt und hier betrachtet.

Viele Grüße
Steffen

Das ist nur in Deutschland ein Problem, weil sie die Digitalisierung verpennt haben. In dem Land (das Durchschnittseinkommen, der hier lebenden Bevölkerung beträgt ca. 400€/Monat), in dem ich lebe, sind 1Gbit Leitungen sehr erschwinglich.