Brandschutz und Infoscreens

Hallo zusammen,

beim überall immer wichtiger werdenden Thema “Brandschutz” kam die Frage auf, wie zukünftig eine Installation von Infoscreens in öffentlich zugänglichen Räumen (z.B. Fluren) einer Schule (brandschutztechnisch) sicher bewerkstelligt werden könne!? Wie/wo die Bildschirme befestigt/gesichert werden dürfen, ob die Steuerungsgeräte noch direkt angeschlossen werden dürfen oder wo/wie sie installiert sein müssen etc.

Hat irgendjemand von Euch dazu belastbare Informationen (am besten mit Quelle)?

Vielen Dank und liebe Grüße,
Jochen

Es lief mal ein Thread diesbzgl …

https://www.mail-archive.com/linuxmuster-user@lists.linuxmuster.net/msg04282.html

Hallo Michael,

danke für den Link!

Puh… Quintessenz scheint zu sein, dass eine entsprechende Einhausung erforderlich ist, in der kein (günstigerer) Fernseher, sondern nur ein ebenfalls brandschutztechnisch zertifizierter Monitor und kein zusätzliches Steuergerät (z.B. rasppi) betrieben werden darf. Das ganze muss dann noch entsprechenden Kriterien (FW30) genügen.

Das macht dann allein für einen größeren Monitor inkl. Gehäuse dann schnell mal 5k€ brutto. Und wenn man mehrere braucht, war’s das dann wohl mit dem IT-Jahresbudget einer Schule… Na denn Prost.

Vielen Dank und liebe Grüße,
Jochen

Ich meine eher, dass die Quintessenz die ist: Man muss alle Steuergeräte/Computer/$was-auch-immer in Nebenräumen unterbringen (keine Fluchtwege) und “nur” die (feuerfesten :roll_eyes:) Zuleitungen mit dem Display verbinden.

Ob man auf die Einhausung der Geräte verzichten kann/darf, wenn man z.B. auch den Monitor im Nachbarraum “hinter ein Fenster hängt” und sich somit alles durch eine Glasscheibe ansehen muss, kann ich nicht beurteilen. Evtl kommt man aber günstiger davon, wenn man gleich einen feuerfesten großen Kasten um das gesamte schwarze Brett im Flur/Info-Bereich bauen läßt und dort das Display einsetzt… harte Fakten was da erlaubt ist und was nicht, habe ich aber auch nicht. Wie ich die Lage einschätze, ist das großartigerweise auch mal wieder von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich geregelt.

Richtig, die “Feuerfestigkeit” der Zuleitungen hatte ich vergessen.

Und das gute an “Standards” ist ja bekanntlichermaßen, dasss es so viele davon gibt :wink:

Letztendlich muss man das wohl eben von der jeweils zuständigen Brandschutzstelle im Einzelfall abklären lassen.

Hallo,

mein Tipp: Mit der zuständigen Brandschutzstelle vor Ort einen Platz für das Infoboard suchen. So konnten wir bei uns die Boards einfach an einer anderen Stelle in einem Gang aufhängen.

Viel Glück
Stefan

Hallo Stefan,

danke für die Infos!

Viele Grüße,
Jochen

Hallo Jochen,

wenn sich Brennbares oder Brandförderndes,… in einem “notwendigen Flur” (aka Fluchtweg) befinden soll, muss es eingehaust werden.
Eine genaue Prüfung des Brandschutzgutachten hat uns eine Menge Geld gespart: Unser Montageort ist zwar auf dem EG-Flur, zählt aber nicht zum notwendigen Flur -> keine teure Einhausung erforderlich.

VG
Dirk

Hi. Der Thread ist zwar alt – das Thema aber nicht.
Wir möchten aktuell zwei Displays für Vertretungspläne auf einem Flur aufhängen, der auch als Fluchtweg markiert ist. Einhausungen für Monitore kosten bekanntlich ein Vermögen. Aber ich komme nochmal auf meinen Vorschlag von oben zu sprechen:

Weiß jemand, ob das brandschutztechnisch durch geht? Also ein ganz normaler Monitor in einem Schaukasten aus Metall mit Glasscheibe vorne drin?
Schönen Gruß,
Michael

Hallo Michael,

Evtl kommt man aber günstiger davon, wenn man gleich einen
feuerfesten *großen* Kasten um das gesamte schwarze Brett im
Flur/Info-Bereich bauen läßt und dort das Display einsetzt…

Weiß jemand, ob das brandschutztechnisch durch geht? Also ein ganz
normaler Monitor in einem Schaukasten aus Metall mit Glasscheibe vorne drin?

Brandschutz ist eine sehr interessante Sache: ich hab nachdem ich ein
halbes Jahr lang versucht habe irgend einen Kompromiss zu finden, den
Betel hingeschmissen und gesagt: leckt mich doch am A…

Nach meiner Erfahrung würde ich sagen, dass es bei dir ähnlich abläuft,
also:

  1. du machst einen Vorschlag und egal was du sagst, sie sagen: können
    wir nicht genehmigen: lass ein Brandschutzgutachten darüber von Firma
    blubblub erstellen.
  2. du bekommst heraus, dass dieses Gutachten 4000 EUR kostet
  3. du schmeißt den Betel hin

Viel Glück

Holger
(wer Frust findet, darf ihn behalten)

1 Like

Hallo Michael,

ich kann mich da Holger nur anschließen.
Entweder man kauft die Brandschutzeinhausung für die Displays, oder es gibt kein Display.
Denn stellt sich heraus, dass die selbstkonstruierte Einhausung aus irgendeinem Grund die Bestimmungen nicht erfüllt, ist das Display aus und es bleibt aus. Und dann hat man nichts gespart, sondern am Ende drauf gelegt.
Ich kenne Schulen, da waren genau aus diesem Grund die neu angeschafften Displays ein Jahr lang aus und Bestandsgeräte mussten abgeschaltet werden.
Und es macht auch Sinn. Ich hab das mal selbst gesehen, was passiert, wenn sie ein Ding im Kasten abfackelt. Gar nichts. Ist der Kasten aber eben nicht 100% brandsicher, weil für einen anderen Zweck gebaut, und es passiert dann was, das Schulgebäude brennt und am Ende kommen Menschen deswegen zu Tode, interresiert sich für die bei der Anschaffung ersparten Euro keiner mehr. Deshalb geht da auch keiner ein Risiko ein.

Daher: Entweder kauft man den Infoscreen mit Kasten oder gar nicht.
Oder wie von Holger beschrieben, erstmal Inbetreibnahme ungewiss, bis branschutztechnische Abnahme erfolgt, Gutachten für X.XXX €,…etc…

Viele Grüße
Thomas

Hallo,

statt des Brandschutzgehäuses stand auch mal eine Trockenbauwand mit
Brnadschutzglas zur Debatte: das klang eigentlich ganz OK… aber dann
wurden sie doch wieder zickig und wollten auch das nur mit Gutachten
machen …

Mein letzter Plan war dann ein Beamer im Nebenraum mit einem Locj in der
Wand durch den er das Bild auf eine Wand im Vorraum projezieren sollte.
Da hat der Brandschutz dann mal Pause: weil mein aktives Gerät nicht im
Fluchtweg ist.
War mir dann aber am Ende viel zu viel Bohai.

LG

Holger

Klingt irgendwie ernüchternd. Aber okay – dann gebe ich das (nochmal) so weiter.
Unter’m Strich: auf Nicht-Fluchtwegen kann man das problemlos aufhängen??

Ach ja: Holger – wtf ist ein “Betel”? Nie gehört; nördlich vom Weißwurstäquator :slight_smile:

Schönen Gruß
Michael

Hallo Michael,

Unter’m Strich: auf Nicht-Fluchtwegen kann man das problemlos aufhängen??

damals war es so (vor 3 Jahren).
Wer weiß ob das noch immer so ist…

Außerdem: “nicht Fluchtwege” sind meist irgendwelche Sackgassen: da
brauchst du auch nix hin hängen :frowning:

LG

Holger

Hallo Michael,
wir haben an den Eingängen Monitore hängen und das vorher einfach mit der Feuerwehr besprochen. Der Mann meinte, der Bereich um den Monitor sei so groß, dass man keine Gehäuse bräuchte. Ansonsten gibt es wohl auch (teure) Geräte, die von sich aus den Brandschutz erfüllen.
LG
Max

Wiktionary
Den ganzen Bettel hinschmeißen = frustriert aufgeben.

Viele Grüße,
Jochen

P.S.: ich wär’ übrigens auch für eine schwäbische Lokalisierung der lmn! :wink: Klick = druffdrugga

:slight_smile: ja, die Bedeutung der Redewendungen war klar – aber was ist das im wörtlichen Sinn??

Ich würde das mit “den ganzen Kram hinschmeißen” übersetzen.

Ist zwar völlig OT – aber wo wir schon beim Lokalkolorit sind:

(das ist Bielefelder Slang – nicht ganz meine Richtung aber trotzdem lustig)

Ich muss mich als Deutschlehrer mal dazwischenwerfen -

hier eine wichtige Quelle aus meiner Heimat (ich bin Pfälzer, komme aus Pirmasens…)
https://www.heimatlexikon-thaleischweiler-froeschen.de/index.php/pfaelzisch-01/pfaelzische-sprache1/211-bettel
L.G.
Christoph G.