Proxyanmeldung von Anwendungsprogrammen

Hallo,

bei etlichen Programmen wie z.B. Eclipse oder CAD Anwendungen schlägt die Verbindung ins Internet fehl, da sich die Programme anscheinend nicht die richtigen Einstellungen des Systems holen. Es erscheint dann die Anmeldemaske des Proxyservers. Man kann jedoch so oft mal will seine Anmeldedaten eingeben, die Maske erscheint endlos oft erneut.

Leider kann man bei vielen Anwendungsprogrammen keinen Proxyeinstellungen tätigen. Weiß jemand Rat, wie man bestimmen Programmen den Internetzugriff gewähren kann?

Grüße,

Thomas

Also ich habe den Proxy über die registry fest in Windows eingetragen und dann habe ich noch in den proxy Einstellungen das automatische erkennen abgeschaltet und bei mir gehen alle Programme über den Proxy

LG Pascal

Hallo,

bei unserem (Thomas spricht von der selben Schule) Problem bekommen wir einige Programme nicht zum Laufen, zB verweigert Fusion 360 den Start, weil sich nicht online eingeloggt werden kann, auch die Anleitungen (FAQ) des Herstellers (proxy per Umgebungsvariable setzten oder/und das Programm in die Ausnahmen einzutragen) hat keine Lösung gebracht.
Gegenwärtig setzen wir den Proxy in der Registry

[HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Internet Settings]
"MigrateProxy"=dword:00000001
"ProxyEnable"=dword:00000001
"ProxyServer"="http://Proxyservername:80"
"ProxyOverride"="<local>"

In dieser Datei steht Proxyservername für den Namen Ihres Proxyservers.
Grüße,
gp

Hallo Gerd,

bei unserem (Thomas spricht von der selben Schule) Problem bekommen wir
einige Programme nicht zum Laufen, zB verweigert Fusion 360 den Start,
weil sich nicht online eingeloggt werden kann, auch die Anleitungen
(FAQ) des Herstellers (proxy per Umgebungsvariable setzten oder/und das
Programm in die Ausnahmen einzutragen) hat keine Lösung gebracht.
Gegenwärtig setzen wir den Proxy in der Registry

… darf ich mal ein paar Fragen zu Fusion360 stellen?

Im Seminar sind ein paar Lehrbeauftragte gerade mit dem Wunsch das zu
installieren an mich heran getreten.
Ich habe denen gesagt, dass ich einige Gründe habe, das nicht zu wollen.
natürlich bekommt man das Programm als Bildungseinrichtung in guter
Drogendealermanier, kostenfrei (sagen die…).

  1. Lizenzserver muss sein: ist halt „professionell“ Dafür müßte ich eine
    eigene virtuelle Maschiene installieren: sowas kommt mir nicht auf den
    Server…

  2. Hardwareanforderungen: wir haben 14 Jahre alte Lenovo T61 mit 2GB
    RAM, einem 2GHz DualCore und Chipsatzgrafik, dazu 120GB SSDs: glaubst
    du, dass man das auf denen irgendwie verwenden kann?

Wo hast du das den laufen?
In einer „normalen“ Schule oder in einer Berufsschule?

Wie groß ist den der Fußabdruck der Software auf dem Client?

Wie groß sind die Probleme mit dem Lizenzserver?

Ist das tatsächlich Kostenfrei für Schulen?

Gibt es Probleme mit der Software oder der Lizensierung bei geklonten
Clients?

Gibt es eine Cloudanbindung? Zwanghaft?

LG

Holger

Hallo Holger,
wie es aussieht bekommen Bildungseinrichtungen Fusion360 nicht kostenlos. Ich zitiere folgenden Satz:

Es tut uns leid. Dieses Produkt ist nur für Schüler, Studenten und Lehrkräfte gedacht.
Es steht nicht für Bildungseinrichtungen zur Installation auf mehreren Computern und/oder Netzwerkservern zur Verfügung.

Allerdings warten wir noch eine eindeutige Bestätigung von Autodesk.

Wir wollen Fusion360 in einer Berufsschule installieren.

So wie es auf den ersten Blick aussieht ja.

Zu den anderen Fragen können noch nicht viel sagen.

Grüße,
Kevin

immer alles die selbe Schule…
Wir probieren zur Zeit noch weitere / andere Proxy Einstellungen auf den Windows 10 Clients aus,
sind hier natürlich für Hilfe / infos und Vorschläge Dankbar.
Es funktionieren ja neben Fusion 360, noch weitere für diese BS wichtige Software zur Zeit nicht, wegen der Proxy Geschichte:

Wenn wir was raus finden kommt das hier rein.

Grüße,
Gerd

Hallo,

  • Eclipse

eclipse hab ich gerade diese Woche bei mir in der Schule auf den Cleints
(Win10 64bit) installiert.
So eine Mistsoftware … echt Hammer …

Was habe ich gemacht:
Für die Installation auf meinem Vorlagenclient habe ich den Rechner in
die Alias Liste „noProxy“ in der OPNSense aufgenommen und den
Proxyeintrag im Client ausgeschaltet.
So konnte ich eclips installieren (aber erst nachdem ich ein Java jdk
installiert hatte).
Das Endete damit, dass der Installer einen falschen Link auf dem Desktop
abgelegt hatte, der nach C:\Programme\Eclips\ zeigte und nur das
Setupprotokoll zum Besten gab …
Der Richtige Link ist aber C:\programme??java-???12

Danach hab ich den Proxyeintrag wieder rein gemacht und hab es auf
Clients geklont, die nicht in der Alias Liste in der OPNsense stehen.

Noch hab ich das nciht weitergehend getestet, aber ich konnte mit meinem
Lehrernutzerkonto eclipse öffnen.
Dabei wurde ich einmal nach den Proxy Credentials gefragt: die habe ich
eingetippt, dann war ich in der Workbench.

In den nächsten Wochen werden es die Informatikklassen testen: dann weiß
ich mehr.

LG

Holger

Wieso ist Eclipse eine Mistsoftware? Ist eine sehr gute IDE. Mit dem Windowbuilder kann man sehr leicht gute Oberflächen bauen und wenn man es korrekt konfiguriert ist Eclipse auch für Anfänger halbwegs in Ordnung. Welche Jave IDE wäre didaktisch besser und trotzdem professionell? Bin da sehr offen.

Hallo Thomas,

Wieso ist Eclipse eine Mistsoftware? Ist eine sehr gute IDE. Mit dem
Windowbuilder kann man sehr leicht gute Oberflächen bauen und wenn man
es korrekt konfiguriert ist Eclipse auch für Anfänger halbwegs in
Ordnung.

… da reden wir von zwei unterschiedlichen Enden der Software.
Du redest vom Anwendungsnutzen und ich von der Installation.
Von der Anwendung her kann ich ncihts sagen: ich bin kein
Informatiklehrer: ich installier das Ding nur in deren Auftrag.
Und dabei habe ich festgestellt, dass die Installation einfach während
des Ablaufes stirbt (die Installationsoberfläche erscheint nach dem
extract nicht). Der Grund war, weil noch kein java JDK installiert war.
Jetzt stellen die Software her um Software her zu stellen und schaffen
es nichtmal bei ihrem eigenen setup die Rahmenbedingeunen ab zu checken
und Probleme dabei ab zu fangen und mit einer ordentlichen Fehlermeldung
zurück zu melden.
… sowas nenne ich dann Mistsoftware (sorry, da bleib ich dabei).
Ja: sie können kein JDK mitliefern, weil es properitäre Software ist.
… und vielleicht kann man in Windows auch nicht vorher durch den
Installaer nachschauen lassen, ob Java installiert ist (die haben ja
keine ordentliche Paketverwaltung): aber dann könnte man den Installer
wenigstens so programmieren, dass er einen hinweis anzeigt !der kein
Java benötigt! der darauf hinweist, dass auch das Setup schon ohne Java
nicht funktionieren wird.
Auf dem Rechner war eine JRE: aber das hat nicht gereicht.

Welche Jave IDE wäre didaktisch besser und trotzdem
professionell? Bin da sehr offen.

… da der einzige Informatiklehrer an meiner Schule Eclips schon ein
paar Jahre verwendet, scheint er das wohl auch gut zu finden.

Viele Grüße

Holger

Mein letzter Eclipse-Install ist schon etwas her. Damals war es so, dass es (sowohl unter Windows als auch unter Linux) eine Nutzerbasierte (!) Installation war, was für den Admin der totale Mist ist. Ob das immer noch so ist, kann ich nicht sagen.

Aus Userseite ist Eclipse ganz klar eine hervorragende Entwicklungsumgebung, die extrem viele Features hat und für die es auch extrem viele Erweiterungen gibt. Ich persönlich (!) komme mit Eclipse aber nicht klar, weil Eclipse an ganz vielen Stellen nicht zu meinem Workflow passt und für mich unintuitiv ist.
Die Alternative, die ungefähr genauso viel kann und ebenfalls als „professionell“ einzustufen ist, ist NetBeans. Ich sage nicht, dass NetBeans besser ist, nur dass ich damit besser klar komme.

Für den Informatikunterricht sind beide eigentlich zu komplex. Ich setze Netbeans, wenn überhaupt, erst in der Oberstufe ein. Als ich noch Windows benutzt habe, habe ich ganz gerne den Java-Editor genommen, der ein guter Kompromiss aus Features + Überladenheit ist.

Ich gehe im Unterricht momentan so vor:

  • Mittelstufe: Grafische Programmierung (Scratch + Verwandte)
  • Klasse 11: Didaktische Umgebungen für Java (JavaKara, Greenfoot) und Konsolenprogrammierung (Editor nehmen, Programm mit javac meinprogramm.java kompilieren, mit java meinprogramm ausführen)
  • Oberstufe: Weiter Greenfoot, gelegentlich Netbeans. Im letzteren Fall stelle ich aber ein komplettes Projekt zur Verfügung, wo die Schüler dann an bestimmten Stellen was ergänzen müssen.
    Sorry, das war jetzt etwas off-topic, aber es kam ja die Frage, welche IDE vergleichbar wäre.
    LG, Andreas

Vielen Dank für die Infos!

HI,
ich komme noch mal auf das Ursprungsthema zurück:
„v7 Proxy-anmelde-Setup und einiger nicht funktionierende Anwendungssoftware“
siehe auch erster Post.
Ein Lösungsansatz ist, anstatt OPNSense, auf zB die Sophos Firewall Appliances zu setzten wo mehrere Proxys gleichzeitig möglich sind, zB unterschiedliche für den Browser und den Windows-Anwendungs-Rest. Zur Zeit haben wir so ein Teil nicht und auch nicht die Mittel dafür. Ob sich das im Zuge des Digitalpaktes ändert, wird sich zeigen. Daher versuchen wir jetzt, zumindest als Übergangslösung, etwas vergleichbares mit zwei (!) OPNSense abzubilden: einer dedizierten, direkt auf Hardware abgebildeten, welche über Modems direkt mit dem Internet verbunden ist und eine zweite als VM unter Proxmox …
Ziel ist dabei folgendes: Browser (Port 80 u. 443) laufen über v7 Proxy-anmelde-Setup, Windows-Anwendungs-Rest über transparenten Proxy vergleichbar zur ehemaligen LMLv6.
Ob und wie uns das gelingt, werden die nächsten Tage/Wochen zeigen. Wir werden berichten. Falls jemand mit so einem Setup erfahrung hat, her damit… :wink:
Grüße,
gp