Kabellose Bildübertragung: Chromecast, Airtame und Co


#1

Hallo,

wir hatten eine ähnliche Diskussion vor nicht allzu langer Zeit auf der Mailingliste, trotzdem wollte ich das Thema hier noch mal aufgreifen, da die Überlegungen inzwischen konkreter sind. @alois hatte vor einiger Zeit erwähnt, dass sie bei sich einen Prototypen mit einem WPS Pro gebaut haben. Das scheint - bis auf Linuxclients - gut zu funktionieren, kostet aber auch eine ganze Menge Geld so ein Ding :slight_smile: Linux-Support wäre toll und wünschenswert, was aber die Optionen schon wieder einschränkt, wenn man wirklich den ganzen Bildschirm spiegeln möchte.

Airtame sieht gut aus, aber eben auch sehr teuer. Hat jmd. schon mal so ein Airtame in den Fingern gehabt?

Dann bleibt noch der Chromecast. Die neueren Generationen muss man nicht mehr direkt ins WLAN hängen, sondern kann sie auch mit einem Ethernet-Adapter an ein Kabel anschließen. Holger (@baumhof) hatte damals geschrieben:

ChromeCast ist der für die Schule am schlechtesten geeignete. Nicht weil
er schlecht ist, sondern weil er ein anderes Prinzip verwendet: er
kommuniziert mit dem Tablet im gleichen WLAN Netz, aus dem er auch aufs
Internet zugreift.
Das hat Vorteile, weil er dann Videos direkt aus dem Netz holt und
anzeigt und nicht erst über das Tablet holt.
Dafür ist die Aufnahme ein echter Killer: zuerst macht man ein AdHock
Netz mit ihm, um ihm den WPA2 Schlüssel des Schulnetzes ein zu impfen.
Die Verbindung wird dann beendet und es wird ersucht eine neue über das
SchulWLAN her zu stellen, was aber scheitern muss, da man in der Schule,
anders als Zuhause, Accesspoint Isolation in den Accesspoints
eingeschaltet hat: damit im WLAN die Kollegen nicht durch Schüler oder
andere angegriffen werden können.
Die Accesspoints routen dann allen Traffic zum Gateway und nicht zu
anderen Client (Isolation halt). Ein wichtiges Feature, das man nicht
wegen so einem blöden Stick abschalten sollte.
Screenmirroring hat bei dem Stick bei mir nie funktioniert.

Sollte man auf jeden Fall bedenken, doch ich hoffe (wir haben es noch nicht getestet), dass diese Nachteile evtl. keine mehr sind, wenn der Chromecast direkt am Netzwerkkabel hängt. Gleiches geht übrigens auch beim Airtame. Screen-Mirroring muss ich auch noch unter Linux testen, aber unter Windows/Mac klappt das gut.

Kennt jemand noch andere Sticks, die auch Linux unterstützen?

vG


#2

Hallo,
ich habe eine Idee, die diesmal leider an den Apple-Geräten zus cheitern droht - ich habe aber grade eine Anfrage bei RealVNC laufen - mal sehen.

Hier die Idee:
Auf einem stationär laufenden Gerät (bei uns Linuxclient auf Stromsparhardware) das lokal am Beamer hängt läuft eine Software (bei uns auf einer eigenen Konsole, die wir, sagen wir über STRG-ALT-F5 erreichen). Am Beamer erscheint nach dem Klicken auf den Startbutton ein QR-Code zum Scannen und eine URL samt PIN-Code. Das MobileDevice verbindet sich mit dem lokalen WLAN (grünes Netz über WPA-Enterprise mit Benutzername/Passwort oder GastNetz mit Voucher und Route ins grüne Netz) und surft beim lokalen Rechner vorbei (QRCode oder URL mit PIN). Die Software baut eine VNC-Verbindung zum auf dem MD laufenden VNC-Server (Android kein Problem, Apple i-Geräte zu klären, Windows und Linux kein Problem) und baut eine VNC-Verbindung auf und schon ist das Bild auf dem Beamer.

Mal sehen, wie das weitergeht.

Grüße
Jens


#3

Die Idee ist super! Wird es ein HowTo von dir geben, wenn du weißt, wie/ob es funktioniert?


#4

Ich hab so ein Airtame hier liegen und auch schon getestet. Das
funktioniert von den versprochenen Funktionen insgesamt ganz ordentlich.

An die Bedienung muss man sich gewöhnen. Aber das ist alles nichts
dramatisches.

Warum Airtame bei uns rausgeflogen ist, hat folgende Gründe:

Es wird ein Code auf dem Beamer angezeigt, wenn man sich verbinden
möchte. Das ist total super. Schützt es doch davor, fremde Sessions zu
übernehmen. Leider lassen sich aber nicht Sessions übernehmen, selbst
wenn man den Code kennt. Sessions haben kein Timeout. Dies sorgt dafür,
dass Sessions solange aktiv bleiben bis das streamende Endgerät die
Verbindung unterbricht oder die Verbindung unterbrochen wird. Erstes
passiert wenn z.B. das Endgerät sich in ein anderes Airtame Device
einloggt, letzteres wenn das Gerät das WLAN Netz verlässt.

Wenn also Person A von 08:00 bis 09:00 in Raum 1 mit Airtame
unterrichtet, anschließend in Raum 2 wechselt und sich nicht vom Airtame
trennt, kann Person B in Raum 1 Airtame nicht benutzen. Außer es wird
einmal kurz abgeschaltet, damit die Verbindung getrennt wird. Ein
forciertes Überschreiben der Session ist nicht möglich. Was das für
Auswirkungen hat bei flächendeckender WLAN Ausleuchtung, kann sich
sicher jeder selber denken.

Mein Eindruck bisher: Gutes technisches Gerät. Software noch nicht da,
wo sie sein könnte. Mir scheint, die Firma hat den Anwendungsfall Schule
noch nicht komplett verstanden. Kauft man sich das Teil als
Geschäftsmann weil man an vielen unterschiedlichen Orten ist mit vielen
unterschiedlichen Displaygeräten stell ich mir das sehr positiv vor. Im
Bereich Schule mit den geschilderten Anwendungsfällen nach meiner
Erfahrung noch nicht ganz auf der Höhe. Aber vielleicht liefern die das
mit einem Softwareupdate noch nach.

Ob man Full HD Videos über eine WLAN Verbindung streamen muss, sei mal
dahingestellt. Ich hätte mir an der Stelle lieber ein Gerät gewünscht
was ich in mein LAN stecken kann. Das macht es insgesamt performanter.
Aber auch hier zeigt sich, dass die Zielgruppe eher Personen sind die
viel reisen. Und nicht Schulen / Universitäten die einfach nur ihre
bestehenden Beamer über LAN ansprechen möchten.


#5

Hallo Ulf,

danke für deine Rückmeldung zu Airtame. Das ist natürlich schon ein großer Nachteil. Passiert das auch mit der aktuellen Firmware oder wie lange liegen eure Erfahrungen zurück? Für den Airtame gibt es ja auch nen Ethernetadapter…

Übrigens habe ich heute mal den Chromecast (2. Generation) kurz getestet. Screen-Mirroring klappt gut und die Verzögerung ist minimal (wenige Millisekunden). Einzig die Übertragung des Sound scheint nicht unterstützt zu werden (unter Ubuntu).

vG Stephan


#6

Ich pack einfach mal den Mailverkehr hier rein. Dann kann das jeder
selber interpretieren. Beim Lesen ist mir aufgefallen, dass das mit dem
Pin Code auch irgendwie nur für PCs aber nicht für Mobile Devices gilt. oO

//edit-09:50: Mails reinkopieren scheint nicht so super zu funktionieren. Deshalb jetzt die Einzelmails nur als Text.
Sorry, ist ein bischen schwer zu lesen. Aber geht wohl nicht besser.


Meine Mail an den Support:

Hi,

I am a System Administrator for a trade school in germany with about 2300 students.
We are planning alongside with three other schools in our city to invest in the neccessary infrastructure to support BYOD management.
Right now I’m testing your airtame device and I’ve got a couple of questions about it.

While there is the neat feature to display a four digit number in order to connect to the airtame, it seems like this is not required for the smartphone app.
Beeing able to prevent anybody outside the classroom to ‘hijack’ the screen is quite an important feature as you imagine.
Is it possible to have something like the pin code in the mobile apps as well?

It looks like I need to disconnect from the device before somebody else can connect.
Is it possible to overide the current session (when the pin code is known obviously). Intentionally hijacking kind of.

You advertise a cloud feature where I would have access to a control infrastructure.
I’m not very keen to have all my management software hostet in the cloud. Especially not Amazon.
Do you plan to provide a package I can run myself?

On your forums is a lot of buzz about being open source. I bought your device exactly for that reason.
Could you please give me your opinion on the topic. And what your current respectively next steps are.

Thanks for your time

All the best


Die Antwort des Supports:

Hi Ulf

Thanks for reaching out to us. It sounds like a really interesting case and an environment where Airtame could fit in really well.

I will do my very best to answer the questions you had regarding the Airtame device here:

  1. It is true that the Pin code feature is not yet added to the mobile applications. What will happen right now though is that if you enabled the Pin code on an Airtame device, you wont be able to connect to the screen via mobile devices. Essentially we are doing this to prevent people from hijacking, but we are of course working to integrate the Pin code in the mobile applications.

Actually the support for mobile devices is getting a full overhaul. I can’t give you many details on this at the moment, but we are expecting to launch something later this year to give a more complete experience on iOS and Android.

  1. We don’t currently have any function to do an override. We are though considering making something like a moderation feature or a master password that would allow you to disconnect another user intentionally. Right now we are though going by the “First come, first serve” approach, ensuring that people can do their presentations without being disturbed. The pin code ensures that only students in the room can connect, so our other educational users

  2. It is true that we are hosting our cloud solution Amazon Web Services. That said the actual hosting is actually local in Germany and also we do encrypt all data going back and forth between your Airtame devices and the Cloud. At the moment we are not planning to make any options for hosting the cloud service locally, due to the extreme infrastructure workload that this would entail. We are confident that we can provide a secure and great cloud service with our current infrastructure.

You can read more about the security implications of using our cloud service here.

  1. I really appreciate that you have been following our company for a long while. Airtame is built upon a number of open source licenses and utilizing a lot of open source software. It is our intention to open more up in the future and to make both our software and hardware more accessible for third parties to integrate with. That said we have for the time being not allocated a lot of work to this due to the resource constraints that we are currently under. I know this is not a really clear answer, but unfortunately the best I can provide atm.

I hope this clarifies all your questions.

As said it sounds like there’s an exciting opportunity for us to work together and make your school wireless.

Do you have certain plans for how you want to proceed with that project from here?

If you want to see a bit more about educational institutions using Airtame I will recommend you to check out one of our latest blog posts + video from Hult International Business School

Looking forward to be hearing back from you.


Meine Antwort an den Support:

Hi Ulf

Thanks for reaching out to us. It sounds like a really interesting case and an environment where Airtame could fit in really well.

I will do my very best to answer the questions you had regarding the Airtame device here:

  1. It is true that the Pin code feature is not yet added to the mobile applications. What will happen right now though is that if you enabled the Pin code on an Airtame device, you wont be able to connect to the screen via mobile devices. Essentially we are doing this to prevent people from hijacking, but we are of course working to integrate the Pin code in the mobile applications.

Actually the support for mobile devices is getting a full overhaul. I can’t give you many details on this at the moment, but we are expecting to launch something later this year to give a more complete experience on iOS and Android.

We are right now in the evaluation phase. As much details as you can give me would be very helpful to see if the Airtame is a device worth investing in.

  1. We don’t currently have any function to do an override. We are though considering making something like a moderation feature or a master password that would allow you to disconnect another user intentionally. Right now we are though going by the “First come, first serve” approach, ensuring that people can do their presentations without being disturbed. The pin code ensures that only students in the room can connect, so our other educational users

Here is the usecase we are expecting.
Lets say we have a airtame device in every classroom (about 60 rooms for my school)
Teacher with students comes into the classroom. Teacher uses the school wifi network to connect to the airtame.
At the end of class the teacher leaves the classroom. But forgets to disconnect from the airtame.
New people in the room can not use the airtame since the connection from the old device is still active.

  1. It is true that we are hosting our cloud solution Amazon Web Services. That said the actual hosting is actually local in Germany and also we do encrypt all data going back and forth between your Airtame devices and the Cloud.

Could you please give me more details about this. I don’t really understand how you can host “locally” while at the same time use the S3 Cloud.

At the moment we are not planning to make any options for hosting the cloud service locally, due to the extreme infrastructure workload that this would entail. We are confident that we can provide a secure and great cloud service with our current infrastructure.

Now you’re saying no hosting locally. This is confusing.

You can read more about the security implications of using our cloud service here.

Thanks. I’ve done that. That is exactly why I’m asking all this questions.
For example in the link you provided it says under Cloud access:

User account information + passwords are stored on the server and are bcrypt-hashed for maximum        security.

Ok. Fair enough.

But just a few lines under that it says:

WiFi passwords and devices settings passwords are not being exchanged for security reasons.

That is at least to my understanding contradictory to the first statement.
I would very much appreciate it if you could give me a bit more details of what is actually happening.


Und Antwort des Supports:

Hi again Ulf

I can definitely understand the confusion.

The difference is that the user account and password are the login details for our own Cloud service (Airtame.cloud). We of course store these to let you log in to the cloud. That said we do not store the passcode/login information for your local network in the Cloud. This is only stored on the Airtame devices themselves.

I hope that clarifies everything, otherwise don’t hesitate to reach out again.


Fazit:

Ab dem Zeitpunkt hatte ich keine Lust mehr, da ich den Eindruck hatte dass man mir lieber Buzzwords und Worthülsen um die Ohren wirft, als technische Detailfragen zu beantworten.


#7

Lieber Ulf,

danke für den eMail-Verkehr! Habt ihr euch mittlerweile für eine (andere) Lösung entschieden oder seit ihr noch in der Evaluationsphase? Was ist euer Topfavorit z.Z.?

vG


#8

Wir haben bisher kein zufriedenstellendes System gefunden.

Alle bisher getesteten Systeme versuchen immer möglichst viel unter einen Hut zu packen. Da ist dann Kollaborationssoftware mit dabei. Ein Klassenchat. Dokumentenverteilung etc. etc.

Dabei gibt es all diese Funktionen bereits in vielfacher Form draussen “in der freien Wirtschaft”.
WhatsApp, Signal, Telegram. XMPP. Alles da.
OwnCloud, Nextcloud, LibreOffice Online, Google Docs, Office 365. Alles da.

Und diese Sachen werden vor allem draussen in der echten Welt benutzt. Auf Kollaborationssoftware zu setzen, die dann ausschließlich im pädagogischen Bereich anzutreffen ist, halte ich nicht für zielführend.

Und ab dem Moment wo ich mir so einen Dienst ins Haus hole der alles anbietet, bin ich auch extrem stark von ihm abhängig. Vendor LockIn.

Mein Ziel ist also eigentlich ein recht simples. Ich möchte, dass die Schule auf mitgebrachte mobile Endgeräte vorbereitet ist. Alles was ich dafür haben will ist ein Gerät, auf das mit jedem xbeliebigen mobilen Gerät gestreamt werden kann. Und dieses Bild wird dann am Beamer ausgegeben. Thats it.
Für alles andere (Fileserver, Mailserver, Dokumentensharing) gibt es Instanzen die das in aller Regel viel viel besser können.

Dann muss schlicht nur noch sichergestellt werden, dass Sessions nicht übernommen werden können wenn keine Berechtigung vorliegt (aka. Code nicht bekannt). Und aber auch genau anders herum. Wenn Code bekannt, dann sollen auch Sessions gekapert werden können.

Da hab ich bisher leider noch keines gefunden was das bietet. Wie bereits erwähnt, Airtame geht in die richtige Richtung. Aber ist eben noch nicht ganz da. Wenn andere Lösungen bekannt sind, freue ich mich sehr über Hinweise!

//Nachtrag:
Was oftmals als Feature angepriesen wird, ist die Tatsache dass diese Devices nicht in das bestehende WLAN Netz eingetragen werden müssen.
Das ist die schöne Umschreibung von; Du kannst dein Gerät nicht aus dem WLAN aus erreichen. Und wenn du das bespielen willst, musst du mit dem Handy/Tablet/whatever aus dem Schul WLAN raus und in das Device WLAN dich einloggen. Und das jedes mal neu. In jedem Klassenraum. Das macht Spaß.

Ne ne. Die sollen ins WLAN. Dort kriegen sie einen festen DNS Namen. Und dann liegt es an der Einzelperson, sich das auf dem Endgerät so zuzuordnen wie sie es für richtig hällt.

Und für Gäste kann man dann sicherlich einen extra Raum vorhalten wo es ein Gerät gibt was das eigene Netz ausstrahlt. Das ist wesentlich weniger Aufwand als anders herum.


#9

… also nach allem, was ich so lese oder von dem Thema bisher mitbekommen habe, wäre es wirklich am schönsten, wenn man bestehende und freie Tools wie VNC einfach dazu nutzen könnte. Im Prinzip ist es ja das, was Epoptes auch so macht (mit “socat”). Airtame scheint mir von den kommerziellen Lösungen am universellsten/weitesten zu sein …

Noch eine Ergänzung: Was ist mit VNC Reverse Connections? Wäre es nicht denkbar einen RasPi am Beamer zu installieren, der einfach eingehende VNC-Verbindungen annimmt?
https://www.raspberrypi.org/forums/viewtopic.php?f=29&t=104181
(die “Kleinigkeit” mit den Sessions ist da natürlich bisher nicht berücksichtigt…)

Die Idee gibt’s natürlich schon länger – z.B. hier: https://fixme.ch/wiki/Projector_client


#10

Ich wärme diesen Thread nochmal neu auf, um zu hören, ob es Neuigkeiten gibt?

Setzt zufällig jemand den Microsoft Wireless Display Adapter ein? Läuft der (auch) unter Linux?
Ich suche immernoch eine brauchbare Lösung für möglichst viele BYOD-Geräte unter einer Haube…


#11

** [push] **

Irgendwelche News? Das wäre ja weiterhin eine Universal-Lösung für viele Anwendungsfälle!

Um nochmal auf die Bildübertragung zurück zu kommen:
Heute war bei uns eine Präsentation eines großen Beamer-Herstellers (Laser+LED). Alles sehr lichtstark und ein sehr helles und klares Bild. Es ging aber auch wieder um die Frage, was das soll, dass jeder Beamer sein eigenes WLAN aufspannt?! Das kann ja nur im Chaos enden, oder?? Warum kann man die Beamer nicht ins bestehende Unifi-Netzwerk integrieren, wo sie dann Medien-/Inhalte-/Screen-Mirror annehmen können? Wenn man 5 Räume mit 5 Beamern + WLAN ausstattet und zusätzlich ein eigenes WLAN für’s Internet hat, kann ich mir schon vorstellen, wie geordnet damit BYOD laufen soll … :frowning:

Also: Wie macht ihr das (mittlerweile) bei euch?
Ich frage mich nicht zum ersten Mal, warum man nicht einfach einen RasPi mit LibreElec oben am Beamer anschließt, der dann im LAN ist und alle Medieninhalte per Yatse vom Androiden annimmt!? So mache ich das hier zu Hause im Wohnzimmer und vermisse nichts … wann/wozu benötigt man einen echten Screen-Mirror eines Smartphones?? Je länger ich darüber nachdenke, desto mehr meine ich: Gar nicht (-- oder nur sehr selten).


#12

Beim Smartphone eher selten, aber wenn ich meinen Rechner anschließe, will ich schon gern den gesamten Desktop “mirrorn”.

Zu deiner eigentlichen Frage: Wir experimentieren z.Z. mit dem Chromecast. Leider kann der kein WPA Enterprise. Das scheint mir derzeit die kostengünstigste Variante zu sein. Wir warten derzeit noch auf den LAN-Adapter für den Chromecast (den gibt es bei uns nicht zu kaufen…). Dann kann der Chromecast per Kabel in das gleiche Subnetz wie das WPA-Enterprise der Lehrkräfte.

vG


#13

Ja, ein Mirror vom Laptop/PC macht mehr Sinn aber dazu würde ich HDMI nehmen???

Chromecast klingt nach einer Alternative. Kannst du den Link Posten, wo es diese Adapter gibt?


#14

Den Chromecast steckst du ja an den HDMI port. Der Vorteil ist, dass du dann alle Geräte kabellos an den Beamer anschließen kannst.

Den Adapter gibt es im Google Store: https://store.google.com/de/product/ethernet_adapter_for_chromecast?hl=de-DE


#15

Ja, schon klar. Viele Beamer haben ja mittlerweile zwei HDMI Eingänge, daher wäre dann eine HDMI-Kabelverbindung und/oder eine WLAN/Miracast/Chromecast-Verbindung möglich…

Aber noch etwas anderes: habt ihr eine Art Diebstahlsicherung an euren Beamern, wenn da so ein Chromecast-Dongle für alle sichtbar baumelt?? Gibt es da etwas fertiges oder muss man sich eine DIY-Lösung basteln??


#16

Hallo,

Den Chromecast steckst du ja an den HDMI port. Der Vorteil ist, dass du
dann alle Geräte kabellos an den Beamer anschließen kannst.

Den Adapter gibt es im Google Store:
https://store.google.com/de/product/ethernet_adapter_for_chromecast?hl=de-DE

von allen meinen Tests waren die Chromecasts immer mit Abstand die am
schlechtesten geeigneten Geräte, weil sie kein mirror hatten: man konnte
nur aus speziellen Apps Inhalte auf das Anzeigesystem “casten”.

Von einem “fest” in die Beamer eingesteckten Gerät halte ich garnichts,
weil man in aller Regel einen Knopf zum Paaren drücken muss, und wenn
nicht, dann kann sich jeder in die Verbindung reindrängen oder man kommt
nicht rein, weil der letzte noch verbunden ist und er im Nebenraum
Unterrichtet (oder ein Schüler im Nebenraum ist, der sich einen Spass
erlaubt).

Wenn jemand etwas von seinem mobilen Endgerät auf den Beamer bringen
will, dann hat er sein eigenes Gerät, das er vorne am Pult an den HDMI
Port ansteckt (der zum Beamer geht). Mit diesem Gerät ist sein Gerät
dann schon gepaart und wenn es Probleme gibt, dann kennt er sich damit
aus, weil es sein Gerät ist, mit dem er gemütlich ZUhause hat Üben
können bzw. es gibt keien Probleme, weil er genau dieses Gerät schon
immer verwendet und er sich damit auskennt.

Ja: ich hätte auch gerne eine Lösung die immer fest im Raum ist und
jeder kann sich schnell und einfach damit verbinden: die gibt es aber
nicht -> also nimmt jeder sein Gerät… von mir aus von der Einrichtung
angeschafft…

LG

Holger


#17

Wir schaffen demnächst Acer Beamer mit einem Schacht für HDMI-Dongle an. Der Schacht ist mit zwei mühsam zu drehenden Schrauben gesichert, so dass man schon Werkzeug und etwas Geduld braucht, um ihn zu öffnen. Wir haben verschiedene HDMI-Sticks getestet, die Miracast, Airplay und DLNA versprechen, aber so ganz zuverlässig arbeitet keiner. Aus meiner Sicht am komfortabelsten ist noch der EZCAST 4K. Er ist dauerhaft kopplungsbereit, was für den Lehrer günstig ist, für die Schüler natürlich auch. Android Tablets streamen per Miracast alles recht zuverlässig, auch Youtube Videos. Dabei sind die Tablets ganz normal im WLAN der Schule. Das WLAN vom HDMI-Dongle zum Tablet läuft dazu irgendwie parallel. Mit entsprechender Software, die es für Windows zum Download gibt, kann ich auch mit meinem nicht Miracast-fähigen Lenovo X201 mit Windows 10 alles streamen. Von den Apple-Geräten gehen Standbilder auch direkt per Airplay. Youtube-Videos dagegen nicht, aber ich habe die Hoffnung, dass das mit der entsprechenden App funktioniert.
Kollegen, die das Zimmer verlassen und woanders weiter unterrichten, schalten normalerweise den Beamer wieder aus. Dann ist auch der HDMI-Dongle stromlos und die Kopplung beim nächsten Start wieder weg.
Zusätzlich werden wir aber auch einen HDMI-Anschluss an der Wand installieren lassen.


#18

Ok, und der spiegelt auch den Screen – oder nimmt er “nur” die Inhalte via DLNA usw entgegen?
Oder je nach App mal so und mal so?

Hat niemand den o.g. Adapter von M$ ausprobiert? Der kostet immerhin 10€ weniger… ist dafür aber von M$ :scream:


#19

Der spiegelt, kann aber auch Inhalte per DLNA entgegennehmen.


#20

Hallo Michael,

Hat niemand den o.g. Adapter von M$ ausprobiert? Der kostet immerhin 10€
weniger… ist dafür aber von M$ :scream:

der wird derzeit von der lehrerfortbildung in BW empfohlen.
Ich habe 5 davon im Seminar.
Sie sind gut: nicht sehr gut.
Derzeit tendiere ich eher zu einem Billiggerät das man auch auf Apple
umschalten kann.
Aber meine Anwendung ist anders: jeder hat seinen eigenen Stick.

LG

Holger