aufgrund von Eisglätte gab es in NDS heute in weiten Teilen keinen Unterricht – wir sind daher auf Videokonferenzen mit dem guten alten BBB-Server ausgewichen. Die Probleme waren leider genau die gleichen wie daaaaamals zu Corona-Zeiten: Der kleine Hetzner-Server macht ab ~400 Clients dicht (was nicht weiter verwunderlich ist). Dann geht nichts mehr und der Frust beginnt.
Jetzt zu meinem Anliegen:
In der Zwischenzeit hatte ich unseren BBB-Server auf Version 3.x gebracht, was auch gut und stabil läuft. Der Server ist aber dennoch zum Großteil idle und hat die meiste Zeit nichts zu tun. Ich frage mich daher, ob man den Server bei hetzner nicht doch abschalten sollte und eine eigene Infrastruktur in der Schule (bei Bedarf mit mehr Power als bei hetzner) hochfahren sollte? Damals gab es doch immer so ein Problem mit den Turn-Servern (die von überall aus erreichbar sein mussten oder so?!?).
Hat das jemand von Euch so gemacht? Gibt’s Erfahrungswerte, welche Hardware man mindestens anbieten müsste, um es flüssiger und im Fall der Fälle für mehr als 400 gleichzeitige Zugriffe anbieten zu können?
Ich frage das auch deshalb, weil wir noch einen HPE ProLiant DL380 Gen9 -Server da hätten, der dafür evtl. reaktiviert werden könnte (dann ohne Hypervisor und BBB als bare-metal-Installation)
ich denke der Grund wieso Du den BBB-Server ausgelagert hattest, war die Bandbreite. Wenn Du den BBB-Server in die Schule holst, wird Deine Bandbreite ins Internet dafür wahrscheinlich nicht ausreichen.
Hallo Klaus,
sind denn die hetzner-Server mit voller 1GB-Speed (up/down) ans Internet angeschlossen? Kann ich mir fast nicht vorstellen, oder?
Unsere Glasfaserleitung hat 1GBit down und 500 MBit up. Wenn in der Schule ansonsten nichts los ist, hätte man also die vollständige Bandbreite für BBB. Ist natürlich möglich,dass das trotzdem nicht ausreicht – oder?
Noch eine Sache zu den verbauten CPUs: Der Server bei hetzner hat derzeit einen Intel(R) Core(TM) i7-4770 CPU @ 3.40GHz mit 8 Cores
Der HP-Server hätte einen Intel(R) Xeon(R) CPU E5-2640 v3 @ <freie Auswahl> mit viel mehr Cores
Dazu hätte er auch wesentlich mehr RAM. Ob sich das bemerkbar machen würde, weiß ich leider nicht.
In den Dokus zum BBB liest man, dass ein Host irgendwas zwischen 200 und 500 Clients gleichzeitig verarbeiten kann und man für alles weitere eh einen Scalelite-Loadbalancer benötigt. Ob das dann aber den Aufwand noch wert ist, weiß ich nicht … bei einem Server würde ich ja noch sagen: „Ok, ist vielleicht einen Versuch wert!“, aber wenn ich dazu 3-4 Server benötige, wird’s zu viel.
die Leitungen sollten ausreichen. „Damals“ in der Pandemie konnte ich die BBB Server nicht „intern“ hosten, da sie einen eigenen Server benötigten: auf kvm virtualisiert gab es immer mal wieder Timingprobleme mit dem Ton.
Ansonsten: wenn du „echte“ IPs in der Schule hast (besser auch gleich mit IPv6, damit die Tablets und Handys keinen Ärger machen), dann ist das wurscht: dann kann der auch bei dir stehen.
und zu Scalite: ich hatte jetzt 4 Jahre lang zwei BBB Server hinter einem Scalite Server.
Das war schnell eingerichtet und ging vollkommen Problemlos über Jahre.
Hi. Ok – ich könnte den HP-Server (sobald er startklar ist) wirklich mal ausprobieren. Aber es gibt trotzdem ein paar Hürden:
Wir haben nur dyn. DNS und keine feste IP in der Schule. Das wird leider (auch im Jahr 2026!) von unserem Provider nicht anders angeboten. IPv6 haben wir auf den Switches nicht aktiviert; aber man könnte den BBB-Server im Fall eines Falles direkt hinter der OPNSense anschließen.
Scalelite: Ja, ich erinnere mich an daran, dass das hier einige damals hochgezogen haben (den Thread dazu hatte ich heute Morgen schon aufgerufen). Was ist aus Deiner Installation geworden, Holger? Zurückgebaut? Keinen Bedarf mehr? Wir haben den hetzner-Server (wir hatten immer nur einen) die ganze Zeit laufen lassen … heute kam er uns gut aus. Aber wie gesagt: so richtig flüssig lief es dann für > 400 aus den bekannten Gründen eben leider auch nicht.
Hallo Michael,
so hab ich das verstanden: und ich rate davon ab einen Webserver „hinter“ die Firewall zu stellen: also ins grüne Netz, also ins Wohnzimmer …
nö, so hatte ich das nicht verstanden: „hinter“ heißt in diesem Sinne ja nur, dass die OPNSense noch davor ist und alle Ports bis auf die notwendigen paar Ports dicht macht (oder das ganze über einen Rev.Proxy läuft – falls hier überhaupt möglich?). Das heißt aber meiner Meinung nach noch lange nicht, dass der Client dann in grün ist. Ich würde ihn in die DMZ packen.
da ja sowieso kurzfristig Links zu den BBB-Räumen rumgeschickt werden, kann man ja auch 50% der Nutzer einfach den Link vom zweiten Server senden. 50% aus dem RZ und 50% aus der Schule bedient. Im Ergebnis hat man die Arbeit des Einrichtens des Loadbalancers gespart und das nur vielleicht bestehende Problem mangelnder Bandbreite bei beiden Standorten umschifft.
zumindest bei mir an der Schule würde das so nicht gehen, da der BBB Zugang für Schüler*innen immer über moodle ist und da kann ich nur ein „Backend“ eintragen.
„Links“ zu BBB Räumen verschicken dürfen bei uns die Lehrer nicht für Unterrichtssitzungen, da dabei nicht sicher gestellt werden kann, wer den überhaupt da ist und ob der Peter nsich nicht Karl genannt hat un dder Karl sich Peter oder dass überhaupt einer Darth Vader heißt.
„Links“ verwenden wir nur für andere externe Aktivitäten.
Hat denn noch jemand einen guten Tipp bzgl der Frage:
Ist eher viel RAM oder eher eine möglichst schnelle CPU für den BBB-Server ausschlaggeend? (Über den Kauf von viel RAM muss man im Moment ja nicht ernsthaft nachdenken… )
wenn du mehr als 400 Leute versorgen willst gleichzeitig, musst du loadbalancing betreiben und mit mehreren server arbeiten… von daher… musst du dir ja fuer den einzelserver nur die hardware empfehlung von bbb anschauen… ich wuerde mal sagen mind 32GB, besser 64GB RAM, baremetal installation
wenn du die bbb hinter eine NAT stellst ist das mit der Konfiguration net so einfach… das alles klappt. ne reine firewall die nur ports sperrt ist net so das problem. kannst ja ufw selber direkt auf dem bbb server laufen lassen. aber hinter ner pfsense mit NAT… ist die konfiguration net so einfach… und net klar ob es dann funktioniert… von innen, von ausserhalb, vom wohnzimmer und so weiter… meine ersten versuche ganz amanfang hab ich auf dem hetzner server proxmox, pfsense und bbb installiert und dachte das sei gut… aber nee… das lief gar net… gut da war meine erfahrung auch bissle kleiner noch… jetzt ist es seit jahren so bbb das auf dem hetzner server läuft… wenn man weniger verbindungen glichzeitg hat reichen wahrscheinlich bissle weniger ram…
aber wenn du es hinkriegst ist mit NAT usw bin auch daran interessiert, wenn gleich ich denke dass die schule schon 50 euro im monat ausgeben kann fuer den luxus jederzeit online konferenzen durchführen zu können usw…
Hi. Ja, da bin ich voll bei Dir: Den Preis für einen BBB-Server, der einfach so mitläuft, sollte eigentlich jede Schule aufbringen können. Aber wenn man es flüssig für alle haben will, muss man eben leider mehr als einen Server hochfahren und dann wird es natürlich schon irgendwann teuer.
Wir werden den HP-Server zunächst mal startklar machen und ein passendes Ubuntu bare-metal installieren. Erst dann kann ich alles weitere angehen. Das Thema NAT macht mir leider auch etwas Kopfzerbrechen – mal sehen.
Was die Hardware für den Server angeht, gibt es hier eine Übersicht der möglichen CPUs, die da passen würden. Der Server, der im Schrank liegt und als möglicher Kandidat in Frage kommt, hat im Moment gar keine CPU. Von daher müsste eh mind. ein passendes Exemplar (gebraucht) gekauft werden…
ich habe meine alten BBB-Server noch bei Hetzner, nutze die aber mittlerweile als externe Backuplösung mit Borg, weil die Hetzner-Geräte oft mit riesigen Platten angeboten werden (oder schnell, dafür klein und SSD). Das ist für mich also doppelt gut. Nachts, wenn alle schlafen, wird gespeichert, tagsüber wird konferiert.
wir haben ein paar Jahre lang auch Loadbalancing mit Scalelite betrieben, dabei war ein Server ordentlich fett, der zweite aber nur ein normaler Lenovo-Desktop von unseren Unterrichtsrechnern mit 16GB. Im Scalelite habe ich den fetten Server etwas bevorzugt ansteuern lassen, insgesamt habe ich in den Jahren aber keinen relevanten Unterschied zwischen dem fetten Server und dem Desktoprechner als Server bemerkt! Der Lenovo-Desktop war über Jahre im 24/7-Dauereinsatz erstaunlich zuverlässig und ohne jeden Ausfall.
Es wäre also denkbar, dass eine Reihe von günstigen (aber zuverlässigen) Rechner mit Loadbalancing ebensogut sind wie ein oder zwei fette, teure Server mit viel RAM und großem Xeon. Sofern du keine einzelnen Sitzungen mit sehr vielen Teilnehmern hast, sondern viele kleinere Sitzungen, die sich gut verteilen lassen.
Hallo Lessi.
Vermutlich ist das eine Schnapsidee … aber wir haben ja 30 Laptops als Ausleihstation und dazu noch 2 Räume voll mit PCs. Wäre es nicht prinzipiell denkbar, dass man
einen Scalite-Server mit einer BBB-Installation dauerhaft vorhält und
die Clients in den Räumen einfach bei Bedarf dazu schaltet?
Es ist natürlich klar, dass das das alles keine Server sondern ganz normale Clients sind – aber in so einem Fall, dass witterungsbedingt niemand in die Schule kommen kann, wären die Ressourcen ja trotzdem komplett verfügbar
Wenn es also gar nicht so sehr auf einzelne fette Server sondern eher auf viele kleine Server hinter dem Loadbalancer ankommt …
Es würde ja nicht großartig stören, wenn BBB auf den Clients mit installiert wird – oder? Schon klar: Empfohlen wird das alles so nicht, weil ja kein Webserver bereits laufen darf usw … aber sonst
Abend,
nutzt von Euch noch jemand die BBB-Schuesseln vom Land (BW)? Tut das noch einwandfrei? Dann wuerden wir wohl die Kiste von Hetzner auch mal so langsam abmelden, wird nur sporadisch genutzt.
Gruss Harry