Zur Zukunft des freien Geistes

Liebe Mitdenker,

Zitat vom 14.3.2020, KuMi BW Pressemitteilung

Unter anderem können hierfür auch digitale Hilfsmittel herangezogen werden, um ortsunabhängig kommunizieren, lernen und arbeiten zu können. Bitte prüfen Sie, welche digitalen Möglichkeiten für lhre Schule geeignet sind. Es ist sinnvoll, wenn Schulen in der aktuellen Situation zusätzliche digitale Angebote nutzen, die nun aufgrund der Schulschließung eine von zuhause aus nutzbare Lernumgebung zur Verfügung stellen(z.B. cloudgestützte Office-Produkte, auch Microsoft Office 365, oder datenschutz-freundliche Messenger-Dienste). Über den jeweiligen Einsatz können die Schulen selbst entscheiden.

Aufgrund dieser Nachricht fühlt sich die Stadt Karlsruhe aktuell dazu verpflichtet aktiv mit Microsoft gesunde Deals auszuhandeln. Die einzige Begründung für das Vorgehen, die ich finden kann ist, dass die Schulen das nachfragen würden.
Unter dem Radar, das weiß ich, arbeiten schon länger Schulen in Karlsruhe mit Office 365.

Ich habe folgende Gedanken dazu, warum und wie man Schulleiter, Entscheidungsträger bei Schulträgern und letztendlich das Kultusministerium (und jetzt neu auch die Medien) davon überzeugen sollte, dass das ein Scheiß-Idee ist.

  1. Werbung: Microsoft (und andere) nutzen die Gunst der Stunde, um hier Werbung zu machen und langfristig Kunden zu binden. Um nichts anderes geht es den Firmen.

  2. Abhängigkeit, strukturell: Wir werden unseren Unterricht so einrichten, wie es mit der Software einer Firma zusammenpasst und abgebildet werden kann.

  3. Abhängigkeit, finanziell: Die Angebote sind evtl. zuerst kostenlos. Monatliche Kosten, verdeckte Kosten, weil sie der Schulträger als „Rahmenvertrag“ zahlt…

  4. Nachteil für die Schüler: Die Schüler und Lehrer(!) werden in jeder Hinsicht weniger medienkompetent werden. Sie werden weder hier (lokal) von dort (cloud?) noch Datei von Bildchen unterscheiden können. Sie werden alles nur mit „Word“ und „Powerpoint“ machen können. Filterblase. Was es im Mircosoft-Universum nicht gibt…gibt es nicht. Das gleiche gilt für iPads. „SCHULE-iPad“ als SSID spricht Bände.

  5. Es widerspricht jeglichem immer wieder beteuerten Bekenntnis zu „mehr offener Software“, „offener Standards“ vor allem in den öffentlichen Einrichtungen. Wenn der Staat Geld für Software zahlt, muss die Software danach auch frei zugänglich sein!. Es widerspricht der europäischen Datenschutz-Grundverordnung, so wie sie das Land bisher ausgelegt hat.

Ich bin von der Kurzsichtigkeit, Bequemlichkeit und aktiven Lobby-Arbeit für einen verurteilten (Ex-)Monopolisten der ganzen Kette von Entscheidungsträgern: Kultusministerium, Schulträger, Schulleiter herb enttäuscht und applaudiere den Vercingetorinxen in dieser Liste.

Freue mich über weitere Argumente oder rhetorisch besser forumlierte.

VG, Tobias

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Hallo Tobias,

ich schicke dir mal meine E-Mail an den Heise-Schreiberling.

Viele Grüße
Steffen

Ein „paar“ haben vor ein paar Wochen mal was angefangen, da würden evtl. Mitarbeiter helfen:

Vielleicht einen eigenen Discourse Bereich?

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Die „paar“ würde ich gern mal kennen lernen :slight_smile:

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Hallo,

Vielleicht einen eigenen Discourse Bereich?

fände ich gut: hab aber auf die schnelle nciht gefunden, wie ich
smaltalk einen neuen unterbereich verpasse …
Falls das ein anderer Moderator machen könnt … :slight_smile:

LG

Holger

Hallo Holger,

Kategorien erstellen können nur Amins. Ich bin aber auch nur Moderator

Viele Grüße
Steffen

Hallo,

https://ask.linuxmuster.net/c/digitale-souveraenitaet/53

Im Bereich „Digitale Souveränität“ soll es um die gesellschaftlichen Auswirkungen des Technikeinsatzes in der Schule gehen.

Themen wie

Nachhaltige Software
Datenschutz
Lobbyismus und Werbung an Schulen
…

Können hier besprochen werden.

Infos zu https://digital-souveraene-schule.de/ kommen später.

VG

Frank