Umstellung von LogoDidact zu linuxmuster.net

Moin,

auf unserem Supportkanal kam eine Anfrage bezüglich der Umstellung von LogoDidact auf linuxmuster.net.

Meines Wissens nach gibt es kein Migrationstool, aber bestimmt gibt es in unserer Community genügend Erfahrungen, wie die Umstellung am besten gelingt.

Daher öffne ich hier den Thread.
Ich würde mich freuen, wenn jede(r), der dazu etwas beitragen kann, dem Hilfesuchenden hier hilft.

Beste Grüße
Thorsten

Hi,
Ja würde mich auch interessieren, ebenso ob es Möglichkeiten gibt die Images von logoDIDACT unter Limbo weiter zu verwenden.
Bin für jeden Input dankbar.

Beste Grüße

Hi. Ich kenne Logodidact nicht, aber was ja immer geht: einen Rechner mit LINBO vorbereiten, partionieren und formatieren, so dass er für den PXE-Boot vorbereitet ist. Anschließend das bestehende System auf die neue Partition klonen (mit Tools wie dd oder Acronis etc) und anschließend ein normales, neues LINBO-Image hochladen. So kann man fast beliebige laufende Systeme „linboisieren“.
hth,
Michael

Hallo Bauxi,

auf den Punkt: Image rüberbewegen, hab ich in der Antwortmail des Supports dem anfragenden schon Hinweise gegeben.
Ich wiederhole sie hier mal, wenn das mehrere interessiert.

Erstmal ist es linbo relativ egal, was da auf der Platte liegt, solange die Partitionierung „normal“ ist und das Dateisystem unterstützt und sauber.
Unterstützt heißt: ntfs oder ext4 und sauber heißt: einmal fscheck machen lassen (mit reboot) und unter Windows vorher das hybride herunterfahren ausschalten, damit der rechner richtig runterfährt und nicht nur so tut.

Hat man das, dann tritt man an der alten Domäne aus der Domäne aus (kann man auch ohne die alte Domäne machen, wenns sein muss).
Jetzt legt man am lmn server eine start.conf.GRUPPE an, die die alte Partitionierung möglichst nah nachbildet in Reihenfolge und größe der Partitionen.
Sagen wir mal der alte Cleints war so partitioniert:
sda1 → Windows 50GB
sda2 → rembocache oder freie Partitionen

Dann macht man eine start.conf.GRUPPE mit
sda1 → windows 50GB
sda3 → linbo Cache 20GB

Jetzt bootet man den alten Client von einem USB Stick mit ubuntu oder gparted oder sowas, löscht sda2 und legt dort eine sda2 an mit ext4 Dateisystem und labeld die Partition so, wie es in der start.conf.GRUPPE steht, also „linbo“.

Jetzt kann man den Client per PXE booten, linbo startet und man kann einfach ein Image erstellen, das dann auch auf dem Server landet.
Damit hat man den Client „ausgesaugt“.
Jetzt kann man einen zweiten Client aufnehmen, ihn booten, durch linbo partitionieren lassen und das Image zurückspielen.
Wenn das klappt, dann spielt man den „global.reg“ ein und tritt dann der Domäne bei. Direkt danach erstellt man ein neues Image und stellt die image.reg Datei bereit.
Sollte es beim Domänenbeitritt Probleme geben, durchsucht man mit regedit die Registry nach dem alten Domänenname und löscht jeden Eintrag, wo das drin steht.
Nach einem Reboot sollte es mit dem Domänenbeitritt klappen.

und wegen der Partitionierung: schreibt doch mal hier rein, wie die Partitionierung am logodidact Client aussieht, dann schreib ich meine Gedanken, wie die start.conf.GRUPPE aussehen kann/sollte .-)

LG
Holger

Als wir von Logodidact zu Linuxmuster gewechselt sind, waren wir froh, dass Image endlich komplett selbst machen zu können und nicht auf den gepatchten Windowsversionen von SBE aufbauen zu müssen. Das hat uns ermöglicht jederzeit die aktuelle Windowsversion zu verwenden und hat die Anmeldezeiten von >1 Minute auf unter 20 Sekunden gedrückt, da wir per Powershell etliches vom Windows-Store-Mül, das normalerweise bei jedem (erstanmelden) erstmal installiert wird bevor man sich anmelden kann, deinstallieren konnten. Außerdem braucht man ja den logodidact-client nicht mehr und die Scripte werden unter Linuxmuster ja auch anders eingebunden.
Ich wollte nur Mut machen, das Image von einer cleanen Windows-Installation selber ganz neu zu machen.
Für das Kollegium ist die größte Umstellung von der logodidact Konsole auf die WebUI und Veyon. Für uns Admins war beim Imaging die größte Umstellung der Umstieg von Ansibles auf eigene Scripte und jetzt alles selber aufzuziehen, was vorher alles in irgendwelchen logodidact Containern verpackt war (Firewall, Radius, Unifi, Lizenzserver etc.) hat ordentlich Zeit und Grips gekostet.
Aber ich bin über den Wechsel ingesamt super glücklich, da wir endlich wirklich alles einstellen können, so wie wir es brauchen, den Support bei Problemen selber machen können (in Echtzeit vor Ort) und Linuxmuster läuft bei uns, wie Holger im Podcast gesagt hat, wie ein Traktor, sehr sehr stabil und zuverlässig.
Viele Grüße, Adrian

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Hallo Adrian,

vielen Dank für die Rückmeldung. Solche Erfahrungsberichte sind extrem viel Wert für die, die sowas auch vor haben.
Ich hatte in meinem Post vergessen darauf hin zu weisen, dass ein neuaufsetzen vielelicht sowiso eine gute Idee sein könnte: nicht nur vor dem Hintergrund,d ass das alte Imge wahrscheinlich BIOS Boot macht (mit MBR) und man irgend wann halt doch mal auf UEFI Boot (mit GPT) umsteigen sollte.
Nicht weil Win11 das unbedingt will (was man ihm sehr leicht abgewöhnen kann) sondern weil neuere Rechner eben kein BIOS Boot mehr unterstützen: spätestens dann muss man das Image migrieren (was auch geht) oder eben doch mal frisch machen.

LG
Holger

Ich hab jetzt auch schon paar Schulen von Logodidact auf LMN umgestellt. Im wesentlichen kocht Logodidact ja auch mit Wasser.

  • Ich habe die Daten meistens Plain aus dem Container rüber kopiert auf den neuen LMN-Server. AFAIK arbeiten die da irgendwie mit pct-containern. Da kommt man dann mit „pct enter“ (<- kennt man ggf. von Proxmox) rein.

  • Images haben wir nicht übernommen. Die waren meistens irgendwie eh verbohrt und hatten Probleme, die man nicht zuordnen konnte. (und glaube das war sogar Windows 10 noch).
    @baumhof bin nicht sicher, aber ich glaub LogoDidact macht da auch viel mit sysprep nach Imageboot, da muss man ggf. aufpassne, wenn man das Image linbolisiert

  • ich weiß jetzt gerade leider nicht mehr so genau wie, aber man kann aus der LogoDidact auch so einen Geräteexport machen. Da bekommt man dann auch einen Tabellen/csv-Datei, die man in die LMN importieren kann. Ist natürlich sehr arbeitserleichternd.

Fands auch ganz witzig, immer wenn ich diesen Kunden etwas zur Linuxmuster.net erklärt hab, kam immer etwas zurück ala’ „ahh! das kennen wir aus der Logodidact, da war das auch so!“

Grüß

Hallo zusammen,
der Geräteexport geht bei logoDIDACt über die ITB-Console.
Ist aber relativ umständlich.
schönen 3. Advent