Ubuntu-Client überschreibt nach Absturz und synchronisiertem Neustart externen Datendträger


#1

Liebe Liste,
bei einem Schüler wurde nach dem Absturz und synchronisiertem Neustart seines Ubuntu-Clients seine externe Festplatte mit Systemordnern und -dateien (“bin”, “boot”, “etc”, “home”, “lib”…) überschrieben. Leider sind alle seine Dateien dabei verloren gegangen. Diese Phänomen wurde mir auch schon von einem anderen Schüler berichtet.
Hat jemand dafür eine Erklärung und was ist dagegen zu tun?

Vielen Dank

Martin


#2

Hallo Martin,

bei einem Schüler wurde nach dem Absturz und synchronisiertem Neustart
seines Ubuntu-Clients seine externe Festplatte mit Systemordnern und
-dateien (“bin”, “boot”, “etc”, “home”, “lib”…) überschrieben. Leider
sind alle seine Dateien dabei verloren gegangen. Diese Phänomen wurde
mir auch schon von einem anderen Schüler berichtet.
Hat jemand dafür eine Erklärung

ja: ich :slight_smile:

linbo bootet, und in welcher Weise dann sda sdb usw. zugeteilt werden,
das hängt von BIOS und linuxkernel ab.
Neuere Kernel verfahren da leider anders als ältere, weswegen es öfter
dazu kommt, dass USB Geräte und dauch SD KArtenleser (selbst ohne SD
Karte drin!) als sda erkannt werden und die interne SSD eben nur als sdb.

und was ist dagegen zu tun?

das Problem tritt gehäuft erst seit linbo ~ 2.3.26 auf.
Abhilfe gibt es in der Form von Partitionslabels.
Dazu schreibt man in der start.conf an jeder Stelle, wo eine Partition
definert ist, noch den Eintrag
Label = meinepartition
dazu.
Bei mir sieht das (für eien einzige Partition) so aus:

[Partition] # Start einer Partitionsdefinition, Kubuntu
Dev = /dev/sdb2 # Device-Name der Partition (sdb2 = 2.
Label = ubu14
Size = 35G # Partitionsgroesse in kB (Bsp.: 6G)
Id = 83 # Partitionstyp (83 = Linux, 82 = swap, c =
FAT32, 7 = NTFS, …)
FSType = ext4 # Dateisystem auf der Partition (ext3)
Bootable = no # Bootable-Flag

Und das macht man für jede Partition in der start.conf.

Wenn man das gemacht hat, dann muss man jeden Client der Gruppe neu
Partitionieren: erst dann werden die Label auf die Platte geschrieben
und verwendet.

Viele Grüße

Holger


#3

Hallo Holger,

danke für die schnelle Antwort. Das muss ich mir erst mal, eventuell auch mit Hilfe der Hotline, in Ruhe anschauen. Hilft hier als “Sofortmaßnahme” zunächst bei einem Systemabsturz das Herausziehen des Datenträgers, so dass er nicht überschrieben werden kann?

Liebe Grüße

Martin


#4

Hallo Martin,

danke für die schnelle Antwort. Das muss ich mir erst mal, eventuell
auch mit Hilfe der Hotline, in Ruhe anschauen.

das ist eigentlich kein Hexenwerk. Poste doch mal deine start.conf(s)

Hilft hier als
“Sofortmaßnahme” zunächst bei einem Systemabsturz das Herausziehen des
Datenträgers, so dass er nicht überschrieben werden kann?

Klar :wink:

Viele Grüße
Steffen


#5

Danke für die Hilfe bisher!

Finde ich die start.conf über die Schulkonsole unter GRUB-Startdateien? Hier habe ich drei “cfg-Dateien”.

Liebe Grüße

Martin


#6

Hallo Martin,

Finde ich die start.conf über die Schulkonsole unter GRUB-Startdateien?
Hier habe ich drei “cfg-Dateien”.

leider wurde ich meiner LMN Installation in der Schule beraubt und habe
es noch nicht geschafft mir eine Testumgebung aufzubauen. Daher weiß ich
nicht, wo genau du die start.conf in der Schulkonsole findest - ich
arbeite immer über die Serverkonsole. Dort unter
/var/linbo/.start.conf

Viele Grüße
Steffen


#7

hallo martin,

holger meinte mit start.conf die konfigurationsdatei deiner hardwaregruppe. der genaue titel wäre dann start.conf.“name deiner hwgruppe”. z.b. start.conf.trusty o.ä.
in der schulkonsole findest du die unter linbo. kann jetzt auswendig allerdings nicht sagen, wie der unterreiter heisst. vielleicht “hardwaregruppe editieren” ?
vg
wolfgang


#8

Hallo,

in der SchuKo ist es hier:

  1. als administrator einloggen
  2. Reiter “Linbo”-> “Gruppenkonfiguration bearbeiten”
  3. Hardwareklasseknopf drücken
  4. bei jeder Partition in der Zeile “Name der Partition”
    etwas eintragen
  5. jeweils “Änderungen speichern” drücken
  6. Clients neustarten, partitionieren, syncen

LG

Holger


#9

Liebe Helfer,
die start.conf(s) auf dem Server habe ich mir angeschaut - aber hier liegen mir zu viele, da traue ich mich nicht ran.
Bleibt also für mich nur noch der Weg über die Schulkonsole:
Hier sind vier Partitionen eingetragen, nämlich “ubuntu”, “swap”, “virtual” und “cache”. Wenn ich Holger richtig verstanden habe, trage ich jetzt vor jeder Partition “Label” davor (z.B. Label=ubuntu) und speichere die Änderungen ab. Müssen hier vor und nach dem Gleichheitszeichen Leerstellen eingetragen werden?

Liebe Grüße
Martin


#10

Hallo Martin,

die start.conf(s) auf dem Server habe ich mir angeschaut - aber hier
liegen mir zu viele, da traue ich mich nicht ran.

… das ist aber ganz einfach: du weißt wie die Hardwareklasse der
Rechner heißt?
Dann ist die /var/linbo/start.conf.
die richtige

Bleibt also für mich nur noch der Weg über die Schulkonsole:
Hier sind vier Partitionen eingetragen, nämlich “ubuntu”, “swap”,
“virtual” und “cache”. Wenn ich Holger richtig verstanden habe, trage
ich jetzt vor jeder Partition “Label” davor (z.B. Label=ubuntu) und
speichere die Änderungen ab. Müssen hier vor und nach dem
Gleichheitszeichen Leerstellen eingetragen werden?

nein.
Du trägst einfach in das Feld “Name der Partition” den Namen ein, also nur
ubuntu
und nicht
Label=ubuntu

Das “Name der Partition” ist die “Übersetzung” der Schulkonsole von “Label”

Schau einfach danach kurz in die start.conf rein um zu prüfen :slight_smile:

LG

Holger