Hi zusammen, long time no see,
hier ein Post aus dem Fediverse:
Darin:
Die GNU coreutils stehen unter der GPL. uutils stehen unter MIT. Das ist kein technisches Detail. Das ist ein Bekenntnis. Die GPL garantiert bei Weitergabe abgeleiteter Werke, dass Quellcode und Freiheitsrechte mitwandern. MIT ist permissiver. Wer MIT-Code nimmt, darf ihn sehr weitgehend auch in proprietäre Produkte einbauen. Das kann man pragmatisch finden. Man sollte nur nicht so tun, als sei es politisch neutral.
Zudem (nicht in dem Artikel) wird auch bei Ubuntu eine ML-integration (ich meinte: Maschinenlernen / künstliche Imitation, nicht „MusterLösung“) vorangetrieben.
Meine Frage an euch: Wie steht ihr (als linuxmuster-community) zu den Entwicklungen in Ubuntu und setzt ihr eure Ansicht in einem neuen Linuxclient um?
Meine Ansicht:
- die Client-Nutzung ist durch iPads und den Verlust von IMP demnächst marginalisiert, wird durch IuM (Informatik und Medienbildung) in den untersten Klassenstufen aber soweit abgefangen, dass die Computerräume noch ihre Dasseinsberechtigung haben.
- Aktuelles System: Ubuntu Mate (v22.04) wird irgendwann irrelevant. Ich muss also wirklich ran.
- Debian (gnome?) wäre eine Alternative, die meine Haltung nach Lesen dieses Artikels in die Tat umsetzen würde
- Last but not least: Authd (zwar mal wieder eine Canonical-Entwicklung, die ich bisher nicht wirklich grandios fand (Unity, snapd …
), die aber wenigstens in eine Richtung zeigt, wo ich meinen KuK einen besseren Workflow anbieten könnte:
Besonders interessant ist Authd. Nicht, weil Ubuntu jetzt noch besser an Microsoft Entra ID andockt, das wäre 2026 ungefähr so überraschend wie ein Lizenzmodell mit AddOns. Spannend ist, dass Canonical den Weg zu Google IAM und vor allem zu freien OIDC-konformen Identity-Providern öffnet. Identität wird damit nicht automatisch zur Leine eines einzelnen Ökosystems, sondern wieder zu etwas, das man wirklich frei gestalten kann.
Ich hoffe, dass linuxmuster.net den Weg der frei zu gestaltenden IAMs geht. Ein Login mit Hilfe eines Tokens über ein zweites Gerät, wie QR-Code oder einfaches Passwort + 2FA am Computer, das wäre fein, aber kein schlagendes Argument für Ubuntu…
Viele Grüße, Tobias