Ubuntu 26.04 LTS: es ist politisch

Hi zusammen, long time no see,

hier ein Post aus dem Fediverse:

Darin:

Die GNU coreutils stehen unter der GPL. uutils stehen unter MIT. Das ist kein technisches Detail. Das ist ein Bekenntnis. Die GPL garantiert bei Weitergabe abgeleiteter Werke, dass Quellcode und Freiheitsrechte mitwandern. MIT ist permissiver. Wer MIT-Code nimmt, darf ihn sehr weitgehend auch in proprietäre Produkte einbauen. Das kann man pragmatisch finden. Man sollte nur nicht so tun, als sei es politisch neutral.

Zudem (nicht in dem Artikel) wird auch bei Ubuntu eine ML-integration (ich meinte: Maschinenlernen / künstliche Imitation, nicht „MusterLösung“) vorangetrieben.

Meine Frage an euch: Wie steht ihr (als linuxmuster-community) zu den Entwicklungen in Ubuntu und setzt ihr eure Ansicht in einem neuen Linuxclient um?

Meine Ansicht:

  • die Client-Nutzung ist durch iPads und den Verlust von IMP demnächst marginalisiert, wird durch IuM (Informatik und Medienbildung) in den untersten Klassenstufen aber soweit abgefangen, dass die Computerräume noch ihre Dasseinsberechtigung haben.
  • Aktuelles System: Ubuntu Mate (v22.04) wird irgendwann irrelevant. Ich muss also wirklich ran.
  • Debian (gnome?) wäre eine Alternative, die meine Haltung nach Lesen dieses Artikels in die Tat umsetzen würde
  • Last but not least: Authd (zwar mal wieder eine Canonical-Entwicklung, die ich bisher nicht wirklich grandios fand (Unity, snapd … :nauseated_face: ), die aber wenigstens in eine Richtung zeigt, wo ich meinen KuK einen besseren Workflow anbieten könnte:

Besonders interessant ist Authd. Nicht, weil Ubuntu jetzt noch besser an Microsoft Entra ID andockt, das wäre 2026 ungefähr so überraschend wie ein Lizenzmodell mit AddOns. Spannend ist, dass Canonical den Weg zu Google IAM und vor allem zu freien OIDC-konformen Identity-Providern öffnet. Identität wird damit nicht automatisch zur Leine eines einzelnen Ökosystems, sondern wieder zu etwas, das man wirklich frei gestalten kann.

Ich hoffe, dass linuxmuster.net den Weg der frei zu gestaltenden IAMs geht. Ein Login mit Hilfe eines Tokens über ein zweites Gerät, wie QR-Code oder einfaches Passwort + 2FA am Computer, das wäre fein, aber kein schlagendes Argument für Ubuntu…

Viele Grüße, Tobias

Hallo Tobias,

aus der Community gibt es inzwischen einen Debian 12 und einen Debian 13 Client. Derzeit biete ich ihn als Donwload an.

in meinen Virtualbox Umgebungen ist Debian 13 als Linuxclient drin und in meinen Einrichtungen läuft Debian 12 bzw. Debian 13 als Client.

LG
Holger

Hallo Holger,
lese ich daraus: die Community hat sich in Teilen auch von Ubuntu zu debian hingewendet?

und: habt ihr im Verein darüber diskutiert? Danach zu fragen, was der „offizielle“ Client ist, ist vermutlich wie immer quark: es wird laufen gelassen, was läuft, richtig?
LG, Tobias

Hallo Tobias,

es wurde ab und zu darüber diskutiert. Vor etwas mehr als einem Jahr hat Mathias den Debian Client erstellt und mir zur Verfügung gestellt. Ichhabe ihn ein wenig angepaßt und biete ihn an.

Danach hat Mathias auch noch den Debian 13 Client gemacht und auch den stelle ich zur Verfügung.

„offiziell“ gab es noch nie einen Client, sondern immer nur den aus der Community.

Auch über die Basis des Servers wurde bisweilen ab und zu diskutiert.

Das ist aber was, was die Entwickler entscheiden.

Ich weiß, dass Thomas beim letzten Entwicklertreffen in einer Entwicklungsumgebung den Server einfach mal von 24.04 auf 26.04 upgedatet hat: da wurde beim upgrade nur ein deaktivierter DHCP auf dem Server wieder aktiviert. Nachdem der deaktiviert war, ging eigentlich alles wieder. Es sieht also so aus, als wäre ein upgrade des Servers auf 26.04 eine „low hanging Fruit“.

.. der Klarheit halber an alle: niemand sollte das einfach so in einer Produktivumgebung machen: wir müssen erst ausgiebig testen!

LG
Holger