Linuxmuster.net unterstützen! (Auch: Werbematerial)

Hallo allerseits,

seit etlichen Jahren nutze ich mit wachsendem Spaß und zunehmender Faszination die Linuxmuster-Lösung (zunächst noch als paedML). Nahezu alle eMail-Beiträge, auch wenn sie meine Konfiguration nicht betreffen werden, lese ich mit. Dabei hat sich für mich herausgestellt:

  1. Linuxmuster.net ist die optimale Lösung für Schulen, wenn der Admin dieser Lösung bereit ist, sich gewisse über Netzwerktechnik, Hardwarekonfigurationen und Linux anzueignen. Dann jedoch gibt es meiner Überzeugung nach nix Besseres !
  2. Sagenhaft finde ich diese Community. Nicht nur, weil hier viele Leute ein extrem weitgehendes Wissen besitzen, sondern weil sie es auf freundliche Art mit denen teilen, die es brauchen. Hut ab vor dieser Haltung - verbunden damit, dass es ja Zeit kostet, sich in anderer Leut’s Probleme hineinzudenken.

Nun wurde die Linuxmuster.net an der Didacta präsentiert und eigentlich ist es dringend an der Zeit, sie breiter zu verankern. Hier sehe ich ein echtes Problem:

a) Es gibt - wenn ich das recht sehe - noch kein “Hochglanzprospekt”, kein Promotion-Material für die Linuxmuster, das man schnell downloaden und z.B. den Schul-IT-Beratern vorlegen könnte.

b) Durch den Umbau der Seiten und den Umstieg auf die Version 7 bedingt gibt es gerade eine kleine “Delle” - das Neue ist noch nicht da, die ältere Lösung 6.2., die ja super läuft, kann man leider aufgrund der auslaufenden Sicherheitspatches ab April nicht mehr so gut nach außen darstellen. Gut - dieses Problem wird sich vermutlich in ein paar Monaten gelöst haben, bzw. ist dann die interessante Aufgabe, die hinzukommenden technischen Felder (Samba 4.x ! etc.) zu kommentieren.

c) Ich habe mir in den letzten Jahren das Linuxwissen mit großem Spaß selbst angeeignet. Aber nicht jeder Admin will das so: Es fehlt uns Schulungsmaterial für den am Betriebssystem mittelmäßig Interessierten, der (dennoch) bereit ist, für seine Schule die Linuxmuster.net zu installieren.

All dies trifft zusammen mit der baldigen Umrüstung etlicher Schulen im gesamten Bundesgebiet dank unter anderem der Milliarden aus dem Bundeshaushalt für die Verbesserung schulischer IT.
Ich habe gestern einige Stunden u.a. mit einem Vertreter eines Planungsbüros, das für Mönchengladbachs Schulen den Auftrag hat, ein einheitliches IT-Konzept zu entwickeln, gesprochen. Dieses Gespräch war erstaunlich positiv: ich konnte die Vorzüge unserer schulischen IT einbringen, er selbst, bzw. sein Planungsbüro setzen nicht auf einen einheitlichen Standard nach dem Muster: “Jetzt kommt ein Apple-Netz für alle Schulen”, sondern hat ein Konzept mitgebracht, das allen Schulen ihren individuellen Weg ermöglicht, allerdings innerhalb gewisser Regeln. Dennoch: Solche Gespräche werden wohl bundesweit überall geführt - Überall werden geplagte Schul-Admins die Probleme ihrer IT vortragen. Und die Lobbyisten anderer schulischer Netzwerklösungen sehe ich bereits mit triefender Zunge vor den entsprechenden Plaungsbüros sitzen. Im Gepäck vermutlich der Hinweis darauf, dass ja “LiMux” auch gescheitert wäre (was es ja eigentlich nicht ist…)

Also:
Wir brauchen unbedingt
a) Ein Fortbildungskonzept für schulische Admins
b) Werbematerial, das überzeugt, zum Download
c) Gespräche auf politischer Ebene

Ganz besonders interessant finde ich, dass man ja mit LinuxClients plus Linuxmuster.net Server innerhalb von wenigen Stunden eine komplette Schule mit einem funktionierenden System ausrüsten kann. Eine ausgesprochen attraktive Variante, wie ich meine. Daher muss man die immensen Vorteile der Linux-Clients thematisieren !

Soweit erstmal,

Christoph Günschmann

Als Ergänzung zu der langen Liste des Lobes möchte ich noch hinzufügen, dass man hier auch sehr gute Tipps in Sachen “Was kaufe ich für die Schule ein, wenn ich $whatever vor habe?” bekommt. Ich habe alle Anschaffungen der letzten Jahre zuvor durch diese Liste “absegnen lassen” und bin damit sehr gut gefahren.

Im Süden gibt es sowas ja offenbar bereits … ich würde da ja gerne im Norden einsteigen aber etabliert ist die Lösung hier nur an wenigen Schulen. Damit komm ich zu

Es wäre ja schön/wünschenswert, wenn hier die Entscheidungen auf politischer Ebene von Leuten getroffen würden, die auch verstehen, was sie da entscheiden. Das scheint mir gerade im Bereich von Schul-IT aber größtenteils nicht der Fall zu sein … Daher die Gegenfrage: Wo setzt man da an??

Hallo Michael,

Es wäre ja schön/wünschenswert, wenn hier die Entscheidungen auf
politischer Ebene von Leuten getroffen würden, die auch verstehen, was
sie da entscheiden. Das scheint mir gerade im Bereich von Schul-IT aber
größtenteils nicht der Fall zu sein …

nicht nur bei Schul-IT. Entscheidungen auf politischer Ebene werden
immer von Leuten getroffen, die zwar der Ansicht sind, sie hätten die
Weisheit mit Löffeln gefressen (und das natürlich in jedem Ressort, drum
kann man ja heute Bildungsminister und morgen Verteidigungsminister
sein), aber in Wirklichkeit keinen blassen Schimmer haben, über was sie
da entscheiden - und v.a. die Konsequenzen und Tragweite der
Entscheidungen nicht abschätzen können.

So wird gerne auch mal ein funktionierendes Bildungssystem kaputt
"reformiert".

Viele Grüße
Steffen

Hallo Michael,

Es wäre ja schön/wünschenswert, wenn hier die Entscheidungen auf

politischer Ebene von Leuten getroffen würden, die auch verstehen, was sie
da entscheiden. Das scheint mir gerade im Bereich von Schul-IT aber
größtenteils nicht der Fall zu sein … Daher die Gegenfrage: Wo setzt man
da an??

es wird so kommen wie es immer war und ist. An die Schulen werden für viel
Geld PC´s geschafft. Konzept!? Was ist das denn? Dass man gleichzeitig mit
der Einführung einer IT-Infrastruktur auch Personal mit einplanen muss wird
mit Sicherheit nicht passieren (alles andere würde an ein Wunder grenzen).
Am Ende wird stehen. Ein nicht unerheblicher Teil der Kisten vergammelt in
den Schulen, weil keiner sich um die Betriebsbereitschaft kümmert und nach
einiger Zeit werden die fast neuwertigen Geräte wegen Unbrauchbarkeit
entsorgt. Damit ist dann der Zustand wie vor der Geldschwemme wieder
erreicht.

Kleine Anekdote am Rande:

Auf der Didacta gleich gegenüber unserem Stand war ein Stand an dem für
interaktive Monitore geworben wurde. Als Blickfang (wohl zur Abschreckung)
hatte man genau die Schulbänke aufgebaut an denen ich vor über 50 Jahren
gesessen habe (mit Schiefertafel und entsprechendem Griffel). Da sind mir
einige Gedanken gekommen.

Wir haben trotz ungünstiger Bedingungen in der Hauptschule (von Klasse 1
bis Klasse 8 immer zwei Jahrgänge in einem Raum) offenbar so viel gelernt,
dass wir (eine ganze Reihe meiner MitschülerInnen) uns später über den
zweiten Bildungsweg qualifizieren konnten. Ich frage mich, warum heute
Schüler die zum Teil Abi haben, Stoff nicht beherrschen den ich unter
obigen Bedingungen in der Hauptschule gelernt habe. Weiterhin frage ich
mich, ob es wirklich der technischen Mittel Bedarf um so zu lernen, dass
man sein Leben meistern kann.

Sorry, ich bin ganz weit weg vom eigentlichen Thema. Dass ich “
linuxmuster.net” gut finde ist klar. Ich wünsche mir auch eine größere
Akzeptanz in den Schulen. Dort wo die “linuxmuster.net” in meinem Umfeld im
Einsatz ist ist man voll überzeugt von der Qualität.

Gruß

Alois

:

Hallo Christopher,

mir würde es schon reichen, wenn die politisch Verantwortlichen uns vor
einer Zwangsbeglückung durch einen erfolgreichen Lobbyisten beschützen -
d. h. uns die Freiheit ließen, linuxmuster einzusetzen, wenn wir denn
die genannten notwendigen Voraussetzungen in einer Schule dazu haben,
und uns nicht eine zentral von einer Firma verwaltete Lösung
überstülpen. Unter diesem Blickwinkel verstehe ich sogar, dass es im
Norden Schulen gibt, die es nicht publik machen, dass sie es einsetzen.
Mir sind in Hamburg mehr Schulen als in der Referenzliste bekannt …

Der Wert einer solchen Community wie dieser ist für Kaufleute,
JuristInnen und PolitikerInnen wohl schwer nachzuvollziehen - hat er
doch so wenig mit Geld oder Macht zu tun. Nur mit nicht auszugebendem
oder nicht auszuübender …

Die Dokumentation von linuxmuster ist genauso ge- oder verwachsen wie
das System selbst. Es gibt eben viele individuelle Problemlösungen, die
geteilt werden. Was dort aktuell an Restrukturierung läuft
(www.linuxmuster.net , www.linuxmuster.net/wiki , /ask.inuxmuster.net)
schafft jedoch etwas mehr Übersicht.

Gruß Jürgen

Hallo Alois,

Am Ende wird stehen. Ein nicht unerheblicher Teil der Kisten vergammelt in
den Schulen, weil keiner sich um die Betriebsbereitschaft kümmert und nach
einiger Zeit werden die fast neuwertigen Geräte wegen Unbrauchbarkeit
entsorgt. Damit ist dann der Zustand wie vor der Geldschwemme wieder
erreicht.

da hast du Recht. Dann sollen sie die Dinger doch gleich alle nur an
LMN-Schulen verteilen, da kommen sie wenigstens funktionierend zum
Einsatz :smiley:

Ich frage mich, warum heute
Schüler die zum Teil Abi haben, Stoff nicht beherrschen den ich unter
obigen Bedingungen in der Hauptschule gelernt habe.

  1. Übersättigung (finanziell, materiell), kein Anreiz, was erreichen zu
    wollen (und zu müssen)
  2. Reizüberflutung, ständige Erreichbarkeit und Ablenkung
    –> digitale Demenz

Weiterhin frage ich
mich, ob es wirklich der technischen Mittel Bedarf um so zu lernen, dass
man sein Leben meistern kann.

Eigentlich genau das Gegenteil. Siehe oben (digitale Demenz).
Das heißt nicht, dass SuS den (sinnvollen und gewinnbringenden) Umgang
mit digitalen Geräten und Kommunikation nicht lernen müssen. Schon wegen
der Gefahren.

Unterricht als solcher muss aber eben gerade nicht immer mit PC oder gar
Tablet und was weiß ich was Nutzung stattfinden.

In meinem Physikunterricht z.B. gibt es keine digitalen
Messwerterfassungssysteme, keine Tablets, wie sie Phywe einem aufdrängen
will u.a.m.
Da wird mit analogen!! Zeigermessinstrumenten Strom und Spannung
gemessen und der Rest selbst ausgerechnet.

Ich bin der Meinung, dass ich meinen Schülern nicht beibringen muss, wie
sie Tablets o.ä. dazu nutzen.

  1. ist das Wissen zur Bedienung der Software, bis sie es später
    (vielleicht) mal brauchen, eh wieder veraltet
  2. schaffen sie das auch ohne meine Hilfe

Sorry, ich bin ganz weit weg vom eigentlichen Thema.

Ich auch :wink:

Dass ich “
linuxmuster.net” gut finde ist klar. Ich wünsche mir auch eine größere
Akzeptanz in den Schulen. Dort wo die “linuxmuster.net” in meinem Umfeld im
Einsatz ist ist man voll überzeugt von der Qualität.

Ja klar :wink:

Wir müssten uns aber in der Tat einen Weg in die "Entscheidungszimmer"
verschaffen, und das geht vermutlich (leider) nur über massive Werbung,
Hochglanzprospekte und Lobbyarbeit. Dinge, zu denen uns bislang die
Mittel (finanziell wie personell) fehlen.
Keiner von uns kann schließlich von Schulträger zu Schulträger sowie
Dienstleister tingeln.

Wir müssten uns also einen einflussreichen Lobbyisten anlachen :smiley:

Das Problem dabei: Die wollen natürlich ihre eigenen Systeme
gewinnoptimiert an den Mann bringen. Da kommt Open Source ungelegen :wink:

Viele Grüße
Steffen

Vielleicht eine Idee.

Der eine oder andere von uns geht in den Unruhestand. Vielleicht lassen sich da Energien freisetzen um für “linuxmuster.net” zu werben. Ich wäre dabei.

Gruß

Alois

Genau der meinung waren wir auch und haben deshalb auf die DIDACTA “gedrängt”. Wir haben eine tolle Löung und eine faszinierende Community - das muss einfach gezeigt werden :smiley:

Das ist ein sehr umstrittenes Thema. Nicht alle möchten linuxmuster.net in Hochglanz sehen und ggf. falsche Illusionen verbreiten. Wir haben für die Didacta Prospekte erstellt. Meine Kollegin soll diese auch mal in ein PDF Packen und bereitstellen. Wir haben noch gedruckte Exemplare übrig und können diese gerne interessierenden zusenden. Einfach eine kurze PM oder Email an mich.

Wir werden die 6.2 bis 2018 voll unterstützen und werden Sicherheitsupdates für diese Version bereitstellen. Das muss nur noch kommuniziert und verpackt werden. Das Promoten ist leider etwas sperrlich und es gibt bis dato noch keinen der sich um PR kümmert. Vielleicht ändert sich das ja bald.

An der V7 werden wir noch etwas beschäftigt sein. Dafür wird sie aber um so besser :slight_smile:

Das hatten wir erst kürzlich angesprochen jedoch haben wir hier noch keine Lösung. In BW ist das durch die LFBs recht gut - außerhalb jedoch leider nicht. Vielleicht könnten wir da ein Schulungsprogramm ausarbeiten und an den Schulen von Lehrern für Lehrer Schulen.

Viele Grüße, Maurice Cazautet

Hallo Christoph,

Gibt es seit der Didacta, habe ich unter der Adresse

https://www.linuxmuster.net/de/download/weitere-downloads/

auf der Homepage hinterlegt. Davon existieren auch noch etliche gedruckte Exemplare, wie man die verteilen könnte, müssen wir an der Arbeitstagung mal besprechen.

Außerdem liegt da noch die Broschüre der MIB Furtwangen, die serverseitig auch mit linuxmuster.net umgesetzt wurde, das könnte die strukturelle Information für Kommunen adressieren.

Grüße,

Frank

Super-
sieht gut aus!
L.G.
Christoph

Hallo

irgendwie muss jeder mal anfangen.

Hier

http://www.linux-praxis.de/kurse.html

gibt es recht gut strukturierte Infos zu Linux.

Mein Problem zu früheren Zeiten: Ich war zwar interessiert, hatte aber wenig Anwendungsmöglichkeiten. Linux bedienen habe ich einigermaßen erlernt indem ich die damalige paedML installiert und administriert habe. Learning bei doing ist immer noch unschlagbar gut!

Gruß

Alois