Königsweg zu Windows 10 und Office 2016


#1

Liebes Forum,

wir stehen demnächst vor der Aufgabe alle 120 Rechner (4 Hardwareklassen) auf Windows 10 Edu und Office 2016 zu migrieren. Die Lizenzen sollen über einen FWU-Vertrag angeschafft werden.

Inzwischen habe ich schon viel zur Aktivierung gelesen und wollte fragen, was eurer Meinung nach der Königsweg für die Migration wäre. Ich hoffe auch, dass sich die Anzahl der Hardwareklassen verringert.

Im Moment würde ich einen Client komplett neu aufsetzen und dann versuchen, wie weit man mit dieser Hardwareklasse bei allen anderen Rechnern kommt (wohl erst mit 1709 wegen der Domänenproblematik).

Aber was ist der erfolgreichste Weg für die Aktivierung von Windows UND Office?

Viele Grüße
Manuel


#2

Hallo Manuel,

wenn Du Dich in einer Umgebung, in der man bereit ist, einen FWU-Vertrag für Windows und Office zu finanzieren, wirklich selbst um dieses Thema kümmern musst oder willst, würde ich Dir KMS empfehlen. Irgendwo in diesem Forum ist auch beschrieben, wie Du das implementierst. Wie Du den vielen Beiträgen zu diesem Thema entnehmen kannst, ist alles andere zumindest “kitzlig”.

Aber da Du in Deiner Frage auch das Wort “Meinung” benutzt hast, will ich meine nicht hinter dem Berg halten. Als ich die Clients von Linux und LibreOffice nach einem Schulleiterwechsel auf die von Dir beschriebene Umgebung umstellen sollte, habe ich parallel dazu auch einen kommerziellen Server verlangt, der mich genau von dieser Aktivierungsproblematik entlastet. Zum Glück war wenigstens dies Konsens … Schade für linuxmuster - aber damit hat man definitiv am meisten Freude mit Linux Clients.

Gruß Jürgen


#3

Hallo Jürgen,

Danke für die Rückmeldung. Wenn es auf KMS hinausläuft werden wir auf jeden Fall den Einsatz unseres Dienstleisters in Betracht ziehen.

Meintest du mit „kommerzieller Server“ die komplette Abkehr von Linuxmuster? Das wollten wir nämlich nicht, das wir bis jetzt mit dem Server und dem System unfassbar zufrieden sind (trotz Win7 und Office 2013, aber die Microsoft vs. Linux Geschichte würde ja schon intensiv diskutiert - wir werden bei MS bleiben (müssen).

Grüße


#4

Hallo Manuel,

… eine schwierige Frage.
Normalerweise würde ich so vorgehen:

  1. Windows aktivieren
    Ich liste die Methoden mal nach aufsteigendem Arbeitsaufwand auf:
  • SLIC im BIOS
  • auf Anfangszeitraum zurücksetzen durch postsync (Nachteil: die Clients
    müssen alle 30 Tage gesynct werden)
  • Aktivieren durch linbo (es könnte Probleme mit 1803 geben …)
  • KMS

Mit WIn10 soll auch folgendes gehen:

  • Image erstellen und verteilen, danach jeden Cleint einmal aktivieren
    gegen den MS Server. Die Aktivierung wird bei Microsoft gespeichert, der
    Client nach dem Sync wieder erkannt.
    Ich hab es nicht getestet. Von der Einfachheit sollte das oben an Stelle
    2 oder 3 stehen.
  1. Office aktivieren
    Ich bin mir nicht sicher, ob linbo auch Office 2016 aktivieren kann. Es
    lohnt sich, das aus zu probieren, da es deutlich unproblematischer ist
    als KMS

Viele Grüße

Holger


#5

Hallo Manuel,

genau das meinte ich mit “kitzlig”, was Holger beschreibt: Es ist nicht klar, ob ein Trick für Windows x und Office y nach dem nächsten Update seitens Microsoft noch läuft. Deshalb würde ich nur Wege gehen, die von Microsoft vorgesehen sind, also SLIC oder KMS.

Und ja - ich hätte keine Lust, ständig ein neues Image samt Profilvorlage hochzuziehen. Mit den Treibern ist es in Win 10 zwar besser als in Win 7 geworden, dafür mit den Profilen noch mal ätzender. Die Umstellung zu der kommerziellen Lösung, die den Windows Client mitliefert, war ziemlich schmerzfrei :wink:

Gruß Jürgen


#6

Hallo Jürgen,

genau das meinte ich mit “kitzlig”, was Holger beschreibt: Es ist nicht
klar, ob ein Trick für Windows x und Office y nach dem nächsten Update
seitens Microsoft noch läuft. Deshalb würde ich nur Wege gehen, die von
Microsoft vorgesehen sind, also SLIC oder KMS.

, das stimmt.
Richtig ist aber auch, dass man mit KMS “immer mal wieder” Probleme hat:
nicht nur bei updates.

Die unproblematischste Lösung ist: linbo mit Anfangszeitraum: das läuft
seit Jahren ohne irgendwelche INteraktionen einfach immer weiter.
Einmal eingerichtet und dann vergessen.
So muss es sein.
DAS kann KMS nicht: nur SLIC ist noch ähnlich kompfortabel.

Deswegen nutzen wahrscheinlichauch nur 10 % der lmn Nutzer einen KMS: er
macht sau viel Arbeit beim Einrichten, ist zickick, wenn nicht
wenigstens 20? oder 25? Clients schon aktiviert wurden (vorher aktiviert
er nicht) und zickt auch so immer mal wieder.

Also: ich würde nicht nach “kommt von Microsoft” und “kommt nicht vom
Microsoft” unterscheiden: SLIC ist vom Microsoft und KMS auch: eines ist
gut, das andere nicht.
In meinem Post hab ich deswegen auch strickt nach “praktikabel/macht
wenig Ärger” sortiert und nicht nach “vom MS” und “nicht von MS”.

Und dass der KMS zickick ist oder kitzlig/aufwändig beid er Einrichtung,
liegt nicht an der lmn: das ist der schon immer auch in anderen
Umgebungen (selbst reinen MS Umgebungen)

LG

Holger


#7

Hallo zusammen,

leider scheint das mit dem Königsweg nicht so einfach zu sein. Ok, Windows 10 könnte man erst einmal ohne KMS versuchen zum Laufen zu bringen, aber das Office macht mir noch Bauchschmerzen. Wenn Office 2016 mit Linbo klappen würde, wäre das gut, aber es steht ja schon Office 2019 vor der Tür und dann weiß mal halt wieder nicht, ob es damit klappt - bei einem KMS Server sollte das ja (fast) sicher gehen.

Hmm. Alles noch etwas unbefriedigend - klar, mit Linuxclients wäre alles einfacher, aber das kommt halt im Moment nicht in Frage und Linuxmuster aufgeben auch auf keinen Fall.

Viele Grüße
Manuel


#8

Hallo Manuel,

leider scheint das mit dem Königsweg nicht so einfach zu sein. Ok,
Windows 10 könnte man erst einmal ohne KMS versuchen zum Laufen zu
bringen, aber das Office macht mir noch Bauchschmerzen. Wenn Office 2016
mit Linbo klappen würde, wäre das gut, aber es steht ja schon Office
2019 vor der Tür und dann weiß mal halt wieder nicht, ob es damit klappt

  • bei einem KMS Server sollte das ja (fast) sicher gehen.

Hmm. Alles noch etwas unbefriedigend - klar, mit Linuxclients wäre alles
einfacher, aber das kommt halt im Moment nicht in Frage und Linuxmuster
aufgeben auch auf keinen Fall.

ich denke für dich wird es wohl das Beste sein, vor allem, wenn ihr bald
auf das nächste Office wollt, den KMS zu verwenden.
Es ist halt einmal Theater beim Einrichten und früher brauchte man eien
geplanten Task auf dem KMS Server der dem KMS immer 20 oder 25 Clients
vorgaukelte, damit er überhaupt aktiviert (sonst hat der mal über Nacht
oder am Wochenende “unterzucker” bekommen und aktivierungsaktivitäten
eingestellt).
Da gibt es aber lokale “KMS Gaikler” für.

Andere Limitierungen sind: die Clients müssen ihren KMS einmal alle 120
Tage “sehen”… sonst fangen sie an zu nörgeln.

Es gibt aber auch noch die Möglichkeit, dass man Office 2019 (wenn es
noch eine “offline” Version gibt) so gegen MS aktivieren kann, wie
Win10: das sollte dann auch einen Sync überleben.

LG

Holger


#9

Hallo Manuel,

zunächst kann ich für SLIC auch für einen Desktop, der mit Windows 8 verkauft wurde, Erfolg mit Windows 10 vermelden. Und KMS habe ich, kurz bevor wir uns 2013 für Linux als Nachfolger für XP entschieden, noch mit FOG als imaging tool für Windows 7 getestet. Die Installation war nicht so schlimm und dabei würde Microsoft Dir als gut zahlenden Kunden helfen, wenn was nicht läuft - ernsthaft! Nur Englisch solltest Du dafür können :wink:

Aufgegeben habe ich KMS damals nur, weil wir uns nicht generell für Windows 7 entschieden haben und so nicht auf 25 Installationen innerhalb von 180 Tagen gekommen sind. Aber erstens hast Du ja 120, die Du mit linbo sicher schnell genug ausgerollt bekommst und zweiten ist hier irgendwo beschrieben, wie Du sogar dieses Limit überlisten könntest. Also nur Mut …

Gruß Jürgen


#10

Ich hab nicht mehr ganz alles gelsen was geschrieben wurde. Aber wenn du KMS-Keys hast dann ist der KMS-Server der absolute Königsweg.
Beim Zurücksetzen durch Linbo in den Testzeitraum fehlen dir bei Win10 anders als es noch bei Win7 war Features und Einstellungsmöglichkeiten. Mit Linbo Aktiverung sichern und zurückspielen ist so lala, wenn es klappt super, aber schon aufwendiger und Fehleranfällig.

Ein KMS-Server muss kein Windows-Server sein! Das geht auch auf einer sehr Wartungsarmen Win7 Mashine die dann Win10 und Office 2016 gleichmaßen aktiviert. Die Mindestanzahlt ist kein Porblem, da werden einfach virtuell auf dem Host selbst ein paar Anfragen generiert (simuliert) dann rennt das ding. Einrichtung wenn du eine Win7 Maschine hast sind für uns 30min. Wenn wir die mitinstallieren halt ein wenig läner - und wir sind ja auch keine Zauberr :smiley:

Wenn das teil dann einmal läuft und richtig konfiguriert ist hast du da i.d.R kein Stress mehr.

SLIC ist noch ganz gut für Win, leider nicht für Offie. Richter Vorteil sogar ist dass mobile Geröte auch wieder aktiviert werden ohne verbindung zum KMS. Nachteil natürlich der SLIC muss da sein und passen zur Version etc.

Ich denke letztlich kann man immer das machen mit dem man Erfahrung hat - wenn man aber alles kennt (und kann) dann ist ein smarter KMS die beste Option.


#11

Vielen Dank für die ausführlichen Antworten! Dann wird es wohl KMS - danke für den Hinweis, dass auch eine Win7 Maschine reicht.

viele Grüße
Manuel


#12

Hallo Manuel,

siehe z.B. hier:

Grüße