HP Laserdrucker mit "Wifi Direct"?

Hi.
Wir bekommen einen neuen HP Laserdrucker, der mit einem JetDirect-Modul kommen soll, um auch Druckaufträger per WLAN entgegen nehmen zu können. Nach etwas Stöbern stellt sich nun heraus, dass das “billigere” Modul von HP nicht in ein bestehendes WLAN eingebunden wird sondern das ganze per “Wifi direct” abwickelt. Daher jetzt die Frage: Der Drucker soll per LAN ins Lehrerzimmer (VLAN.50). Wenn Kollegen ihren Laptop mitbringen, sind sie aber in VLAN.60 und erhalten daher eine andere IP.
Stört sich das mit diesem “wifi direct” oder läuft das völlig unabhängig davon? Anders gefragt: Wickeln Drucker und Laptop die Verbindung zum Drucken völlig unabhängig von der Infrastruktur ab oder wie muss ich mir das vorstellen?
Schöne Grüße,
Michael

Hallo Michael,

ich hab noch nicht gesehen, dass ein (Windows) Client zu 2 WLANs
gleichzeitig eine Verbindung aufbauen könnte.
Dies könnte mit Systemen, die routen können (Windows Server, Linux,
…), auch interessante Seiteneffekte haben …
Den Funk im neuen Drucker würde ich lieber aus lassen. Der ist nur für
Clients interessant, die sonst keinen Zugang zum Netzwekr haben.

Ich gehe mal davon aus, dass sich Dein Drucker in GRUEN befindet und die
privaten mobilen Endgeräte in BLAU. Es ist durchaus möglich, die
Druckerqueues von linuxmuster mit “Wide Area Bonjour” (->DNS) auch in
BLAU sichtbar zu machen, wenn Du entsprechende Löcher in die Firewall
bohrst (631 von BLAU nach GRUEN, Ports 53, 5353 in beide Richtungen).
Eine sicherheitstechnisch bessere Lösung wäre, Drucker, die aus BLAU und
GRUEN genutzt werden sollen, nach ORANGE zu verlagern.

Die druckereigenen Protokolle basieren meist auf Broadcasts und erlauben
den Clients das automatische Finden nur im selben Subnetz. Mit
entsprechenden “Wide Area Bonjour” Einträgen würdest Du aber auch das
hinbekommen, also direkt an linuxmuster vorbei.
LPR, IPP oder Port 9100 geht natürlich immer, wenn Du Port 515, 631 oder
9100 von BLAU nach GRUEN erlaubst.

Ich hatte “Wide Area Bonjour” für Androiden funktionsfähig in
linuxmuster eingerichtet, bevor ich IServ und Windows 10 einführen
musste. Leider habe ich keine Sicherung mehr davon :frowning:

Gruß Jürgen

Hi.

Ja, genau das war der Plan. Wir haben ein WLAN für Lehrergeräte. Das ist ein grünes Subnetz – also nicht wie du vermutest in BLAU, so dass eigentlich auch keine “komplizierten” Firewall-Regeln nötig sein dürften. Ich bin dennoch nicht sicher, wie das technisch abläuft, wenn der JetDirect (das Teil heißt “JetDirect J8030 oder 3000w”) sein eigenes WiFi aufspannt und ein Win-Client den dann automatisch findet (bzw finden soll)??

Da man diesen JetDirect aber definitiv nicht in ein bestehendes Netz aufnehmen kann (das geht erst mit dem großen Bruder J8031, der dafür auch das dreifache kostet! ) weiß ich auch nicht, wie das insbesondere bei Subnetzen & VLANs läuft und ob sich Drucker & Client dann überhaupt finden können?? Ich hatte mir das so ähnlich wie bei diesen Streaming-Sticks wie EZ-Cast vorgestellt, die ja so ein ad-hoc-Netz aufbauen (und sich von da aus weiter verbinden(??!) – bin aber nicht sicher, ob das wirklich so funktioniert…)

Die Alternative wäre natürlich, den Drucker über den Server 10.16.1.1:631 abzuwickeln. Leider gab es hier aber mit CUPS und größeren Druckaufträgen öfter Probleme (auch derart, dass die Durckaufträge gar nicht erst übergekommen sind oder aber so groß wurden, dass es ewig gedauert hat, bis der Drucker losgelegt hat). Zudem ist dann die Frage, ob HP ein passendes *.PPD für den Drucker bereitstellt … ich habe noch nicht geschaut.

Ach ja: Es ist ein "HP Enterprise M506dn "-- eigentlich kann der alles, was man im Lehrerzimmer benötigt (außer Farbe, die aber eh viel zu teuer ist :slight_smile: ).

Und noch ein Nachtrag: Der Drucker scheint ja unter Linux von HPLIP unterstützt zu werden. Immerhin!

Schöne Grüße,
Michael