check_MK auf RasPi & sterbende SD-Karten


#1

Hallo zusammen.

Ich habe hier zwei MoniPi-Instanzen auf RaspberryPis laufen. Das funktioniert fast einwandfrei, doch nun ist zum zweiten Mal der Fall eingetreten, dass die SD-Karten schlapp gemacht haben und scheinbar auch nicht mehr zu retten waren. Ich habe versucht sie neu zu formatieren. Sowohl Win als auch Linux (gparted) behaupten jedoch, dass ein Read-Write-Fehler aufgetreten ist und verweigern die Weiterarbeit. Da lohnt es sich offenbar nicht, weitere Zeit & Arbeit zu investieren!?!

Leider musste ich dann jeweils das Image auf eine neue SD-Karte ziehen und das WATO-Backup zurĂĽck holen. Damit war es dann jedoch auch nicht getan, da man ja doch noch hier und da ein paar Dinge umgestellt hat usw.
Daher die Frage: welche SD-Karten (Markenkram) nutzt ihr und wie lange halten die bei euch auf dem RasPi durch? Macht ihr vom “fertigen” MoniPi nochmal ein neues 1:1 Image der SD-Karte, das ihr im Notfall zurückholen könnt?

Ansonsten könnte man das ganze ja auch auf anderer energiesparender Hardware laufen lassen. Es gibt doch auch Wege, wie man dem RasPi beibrigen kann, doch eine echte HDD zu nutzen anstatt alles von der SD-Karte zu lesen. Hat das evtl mal jemand ausprobiert?

Schönen Gruß,
Michael


#2

Hallo Michael,

ja, man kann Raspi 3 beibringen, von USB zu booten. Ich habe das schon gemacht und es ist recht einfach, aktuelle Anleitungen findest Du im Netz.
Dass die SD-Karten sterben ist normal, sie sind dafĂĽr nicht gebaut. Deshalb wĂĽrde ich immer entweder einen gĂĽnstigen USB-Stick oder eine SSD ĂĽber USB verwenden.
Alternativ gibt es auch Aufsteckplatinen mit einem SATA-Kontroller. Ob man davon booten kann, weiĂź ich nicht.

LG
Max


#3

Hallo Michael!

Es kommt scheinbar auf die Karten drauf an. Ich habe einen Pi der läuft mittlerweile ca. 3 Jahre immer noch mit der ersten Karte. Ich habe welche von Samsung am Start. Aber ich denke mal das ist zum Teil auch einfach Glücksache.

Meine anderen Pi laufen noch nicht so lange. Daher kann ich nur von dem einen berichten.

So halte ich es!

Beste GrĂĽĂźe

Thorsten


#4

Iiiiiiihhhhh, gleich Mal Backup machen…

VG Alex


#5

Hi.

Einfach? -->


Das scheint der schnellste Weg zu sein, oder?

Wir hatten welche aus dem RasPi3-Bundle drin. Die kamen von Intenso und haben max 2 Jahre gehalten.
Leider war der letzte Aussetzer bei einem Stromausfall – vielleicht können die das noch weniger haben als andere Geräte?

(OT)
Übrigens noch zwei Ergänzungen: Ich habe auf einem anderen RasPi (mit Rasbian) dieses Shield ausprobiert – läuft gut!

Zudem gibt es hier einen richtigen AN/AUS-Schalter für den Pi – auch das funktioniert und man kann sogar fast jeder beliebigen IR-Ferbedienung beibringen, dass sie den Pi schalten soll :slight_smile:

Schöne Grüße,
Michael


#6

Hallo,

wir haben fĂĽr unser Stundenplanprogramm:
http://christoph-guenschmann.de/index.php/2017/11/30/untis-vertretungsplan-als-website-ohne-webuntis/
einen Raspi Tag und Nacht laufen, der aber auch schon Probleme hatte (Hänger, SD-Karte defekt), weil eben das wiederholte harte “Ausknipsen” nicht nett ist…
Aber nun läuft’s störungsfrei seit Monaten auch mit einer SD-Karte, weil ich mit einer Zeile in der crontab ein
"sudo /forcefsck" nach jedem Start schreibe. (Funktioniert nicht mit jedem Linux , wir haben das Raspbian Debian).
Wird nun der Raspi neu gestartet, wird immer auch das Dateisystem getestet. Auf diese Weise summieren sich die Fehler durch das Ausschalten nicht auf.

GruĂź
Christoph GĂĽnschmann


#7

Moin,

eine SD-Karte von dem nur der Kernel in den Ram geladen wird + ein USB-Stick auf dem sich initramfs und root partition befinden fĂĽhrt zu stabilem raspi :wink: Ich kenne das Problem.


#8

Hi.
ich bin der Anleitung gefolgt und habe das monipi-Image jetzt mal auf einen 8GB USB-Stick kopiert (mit Win32DiskImager). Das hat alles geklappt und der RasPi zeigt auch unter

vcgencmd otp_dump | grep 17:

den Code 17:3020000a an. Sieht alles gut aus.

Trotzdem bootet er leider nicht vom Stick. Der blinkt nur ganz kurz einmal auf und das war’s. Stecke ich die SD-Karte wieder mit in den RasPi, bootet er ganz normal von dort. Woran kann das sonst noch liegen?

Schönen Gruß,
Michael


#9

Hi.
(etwas später) … das Problem ist gelöst. Wir haben es jetzt so gemacht, dass der Bootvorgang via SD-Karte läuft und dann der USB-Stick als / eingebunden wird (/etc/fstab).
Der Vorteil: Auch die Swap-Datei liegt jetzt auf den Stick und belastet nicht dauernd die SD-Karte. Man muss dazu allerdings noch eine weitere Datei bearbeiten: Unter /boot/cmdline.txt muss man den Eintrag, wo die root-Partition liegt, ebenfalls ändern. Dannach bootet der RasPi zunächst von der SD-Karte und macht den Rest dann vom Stick. Ich hoffe, dass sich die Lebensdauer damit drastisch erhöht.
Schöne Grüße,
Michael