Tablets: Über das Für und Wider eines MDMs. Horror-Szenario oder Chance? (War: Tablet-Koffer -- Dateiablage?)

#9

Ja, wie gesagt – kann man so sehen. Aber wie bekommst du das unter einen Hut mit “App anstelle eines Rechners/Wörterbuchs ist für eine Prüfung zugelassen”?
Michael

#10

Hallo Michael,

kürzlich hat eine Bekannte berichtet, dass in einer Schule ca. 1/3 Tablets defekt sind. IdR beschädigte Displays. Was macht man, wenn ein Teil der Schüler bei der Klassenarbeit kein Tablet mehr hat, weils kaputt ist. Ich glaube kaum, dass eine Schule so viele Tablets auf Vorrat halten kann.

Gruß

Alois

#11

Hallo Alois.
Das hat der Vortragende (war übrigens keine Werbeveranstaltung vom Hersteller sondern eine Demonstration eines “ganz normalen Kollegen”) bestätigt. Wenn etwas defekt ist, dann sind’s zum Großteil die Displays. Aber da es versichert ist (mit Eigenanteil der Eltern) gab es dort bisher wenig Stress, da zeitnah ein Ersatzgerät da war. Die Hülle hält übrigens viel aber nicht alles aus …

Natürlich hat die Schule für solche Fälle selbst ein paar Geräte in der Hinterhand … aber es ist im Prinzip das gleiche, als wenn du fragst: Was machst du, wenn jemand bei einer Klausur seine Formelsammlung/seinen Taschenrechner nicht eingesteckt hat? Es läuft auf’s gleiche hinaus … dann muss Ersatz gestellt werden. Von 1/3 wurde dort übrigens nichts berichtet … eher Einzelfälle.

Auch wenn o.g. so klingen mag: bei uns bin ich weit davon entfernt über die Anschaffung einer solchen Lösung auch nur nachzudenken, denn es gibt da schon ein “paar” Hürden zu nehmen…

Schöne Grüße,
Michael

#12

Hallo Michael,

wenn ich sehe welche Events von Apple bezahlt stattfinden, dann ist immer Vorsicht geboten.

Gruß

Alois

#13

Hallo,

…und du eben durch die MDM Software ein Backdoor auf dem Gerät hast und deswegen nichts mehr persönliches damit machen willst. Außerdem ist es eben nicht “normal” nutzbar, denn ich kann ja nicht bestimmen, was ich damit mache und was nicht. Wenn du es “normal” findest, dass jemand anderes entscheidet, was du mit deinen Geräten machen darfst, ist es schon zu spät.

Ich finde das eine absolute Katastrophe, Schüler daran zu gewöhnen, dass die Geräte, mit denen Sie arbeiten einer Totalüberwachung und Fernsteuerung unterliegen. Zumindest darf jemand, der sich für eine solche Lösung ausspricht, keinerlei Forderungen von wegen “Datenkraken” wie Google, Facebook, Amazon und Co mehr stellen, denn den SuS einerseits ein solches Gerät an die Hand zu geben und andererseits eine Medienerziehung hin zu Eigenverantwortlichkeit, Selbstkontrolle, Selbstbewusstsein und Datenschutz zu fordern schließt sich IMHO gegenseitig aus. Und wer soll sich denn wehren, wenn nicht die heutigen Kids?

Ich würde denken, dass wir die entsprechenden Hacks sehen werden, wenn es soweit ist.

Super. Ja. Wenn du als Lehrer nicht souverän mit dem Gerät und der Situation umgehen kannst, wirst du in den Augen der SuS immer lächerlich sein, ob du nun ein Tablet in der Hand hast oder nicht.

Das kommt wohl auf die Definition des Ziels an, hört sich für mich an, als wäre hier das Ziel: “Unterricht wie bisher, nur mit Tablet und Apps”. Kann man so machen. Ich würde das a) nicht als funktionieren bezeichnen und b) als Kollege nicht benutzen - und den SuS auch erklären, warum nicht.

VG

Frank

1 Like
#14

Hi Frank.
Alles richtig – eine Frage der Perspektive. Aber nochmal in die Runde gefragt: Wenn Tablets vollkommen offen sind (von mir aus BYOD): Wie verträgt sich das mit Prüfungen???

Bsp: Englisch-Klassenarbeit. PONS-App freigegeben, alles andere dicht. Das ist ein 1:1 Ersatz für ein elektronisches Wörterbuch.

Oder Bsp Physik-Klassenarbeit: phyphox, Formelsammlung, TR-App frei, alles andere nicht. Dann ist das Tablet ein (sehr viel leichteres) Werkzeug als die analoge Variante.

Drittes Bsp: Normaler Unterricht. Fritzchen Müller hat sein Buch vergessen. Tablet raus, als Alternatve das elektronische Buch nutzen. Alles andere ist aber gesperrt, weil Fritzchen sonst als einziger im WLAN surft und anderes im Sinn hat…

Auf den verwalteten Tablets geht übrigens lange nicht alles, was eine Backdoor könnte. Es ist auch nicht möglich, in alle Dateien hineinzusehen oder irgendwelche persönlichen Files einzusehen. Das wird klar voneinander abgegrenzt. Den Schülern wird da nur ein Werkzeug in die Hand gegeben, das sie für alles mögliche nutzen können.

Geht so … wenn du’s völlig offen hälst, wirst du’s imho nie hinbekommen, das Gerät auch in o.g. Situationen nutzen zu dürfen. Die Entscheidung was die Schüler im Unterricht tun sollen, wird doch auch im analogen Zeitalter zu 99% vom Lehrer getroffen – oder täusche ich mich?? :slight_smile:

Übrigens ändere ich mal kurz die Überschrift zu diesem Thread … hat sich in eine “leicht” andere Richtung entwickelt :wink:

Schönen Gruß,
Michael

#15

Tablets mögen für vieles praktisch sein - aber was lernt man daran. Wörterbuch und Nspire-Ersatz? Ernsthaft?
Schulbücher - auf einem wunderbar ins Gesicht strahlenden Ipad? Den ganzen Tag?
Aber das wollen wir hier jetzt sicher nicht diskutieren.

Was ich ganz davon abhängig nicht verstehe:

Wir haben gerade den Eltern unsere geplante Lösung vorgestellt: elternfinanzierte (günstige) Notebooks. Linbo (!!). Ein Schul-Image und eine weitere Partition, wo sie installieren und machen können, was sie wollen. Optional für die Zukunft noch eine dritte “Prüfungspartition”.

Das ist alles noch nicht in Betrieb - aber doch schon monatelang im Test mit einzelnen Geräten.

Wir haben mit Linbo ein so geniales Werkzeug. Das “Schul-Image” kann zentral gepflegt werden und ist schulweit einheitlich. Die SuS können diese Umgebung jederzeit selbst wiederherstellen und vor einer Prüfung wird gemeinsam synchronisiert. Die Eltern fanden das genial. Die “freie” Partition stellt die zufrieden, die da Clash of Irgendwas drauf spielen wollen.

Verlässt jemand die Schule, wird das Gerät einmalig mit dem Wunsch-Image bespielt (Win10/Linux) oder man macht selbst damit, was man möchte.

Die Geräte werden mit Moodle/Nextcloud-Desktop recht fix personalisiert. Das würde dann irgendwan beim Starten per Skript passieren.

Das ganze ist flexibel, es erfüllt zahllose Wünsche (wir hatten bei den Convertibles sogar zufriedene Tester mit Apps in Anbox). Und es ist pures Linuxmuster und kostet keinen Cent extra.

Dazu kommt noch, dass man dieses Schul-Image natürlich wunderbar mit Nachbarschulen teilen kann. Eine andere Schule, die bereits mit Notebook-Klassen arbeitet, war sofort überzeugt (und plant, ganz auf Linuxmuster umzusteigen).

Ich verstehe, wenn wir MDM austesten und es scheint ja durchaus von Vorteil, so etwas “mit anbieten” zu können.
Aber manchmal denke ich, Linbo muss sich gerade für dieses Problem als Lösung nicht verstecken!

Viele Grüße,
Thomas

#16

Hi.

Die Frage ist ja schon in einem anderen Thread gestellt worden: Lohnt sich der ganze Zirkus überhaupt? Oder ist das ganze tatsächlich nur die nächste Sau, die durch’s Dorf getrieben wird … ?
Wenn’s aber darum geht zu beurteilen, was ich lieber mit mir herumtrage: Ein Tablet, das direkt “alles” beinhaltet oder eine dicke Tasche, dann fällt meine Entscheidung eindeutig aus… Ich kann nur das wiedergeben, was ich auf den Tablets gesehen habe. Und da waren sicherlich an die 50 oder mehr Apps vorinstalliert. Also doch “etwas” mehr als nur Wörterbuch und nSpire…

Ganz sicher nicht … das, was du vorstellst, ist ein ganz anderer und ebenso interessanter Ansatz. Wenn das im großen Stil an eurer Schule läuft musst du unbedingt hier davon berichten! Trotzdem nochmal die Frage: Was machst du in Prüfungen? Das wird doch niemals so zugelassen! Also doch wieder Zweitgeräte anschaffen???

Ich bin noch nicht sicher, was schneller defekt ist oder schneller einen leeren Akku hat: Ein Tablet oder ein Laptop? Nachteil Lapop: Viel mehr Teile, die sich verabschieden können. Nachteil Tablet: viele Einzelteile sind geklebt oder gar nicht ersetzbar.

Eine technische Frage dazu: Wenn du alle Schüler-Laptops via LINBO bestücken möchtest, müsste das via WLAN laufen, oder??

Schöne Grüße,
Michael

#17

Das ist definitiv ein Problem bei Documents. Darum ist das für einen Tablet-Koffer leider nicht praktikabel.

#18

Hallo Michael,

Möglicherweise gar nicht. Aber ich persönlich unterrichte auch nicht, um Sachen prüfen zu können, also sehe ich nicht ein, warum ein Konzept zum Einsatz zeitgemäßer Geräte im Unterricht sich an den 4 Stunden im Schuljahr orientieren soll, in denen ich eine Klassenarbeit schreibe.
Meine Informatik Klassenarbeiten schreibe ich alle mit Stift auf Papier, obwohl alle Inhalte in einem Wiki zur Verfügung gestellt werden. Dafür gehen andere Aspekte in die Bewertung ein, z.B. ein von den Schülern zu führendes Journal, das am Ende in einem offenen Format zur Verfügung stehen muss. Dabei mache ich keine Vorgaben zum verwendeten Werkzeug und erhalte von Joplin Notizbüchern über Word-PDF Dokumente bis zu Wiki-Bereichen alles mögliche.
Kurz: Möglicherweise muss man eben auch hier vorsichtig neue Gedanken denken und nicht nur den alten Stiefel mit dem Tablet kopieren. Mein persönliches Highlight ist da ja echt das “austeilen” von PDF Arbeitsblättern per AirDrop von Bankreihe zu Bankreihe, wie von meiner Frau erst diese Woche bei einem UB beobachtet - das ist so dermaßen hinrissig, dass ich gar nicht wirklich dran denken mag.

Das wäre das erste Mal, dass ein technisches Hilfsmittel ein pädagogisches Problem löst. Denn was der Schüler im Sinn hat, entzieht sich (derzeit noch) zu meiner großen Erleichterung meiner Kenntnis. Wenn man das ändern will, muss man wohl in Richtung des hier vor kurzem vorgestellten chinesischen Totalüberwachungssystems denken. In diesem Fall werde ich mir einen neuen Beruf suchen müssen. Das Ziel sollte IMHO sein, dass die SuS sehr wohl surfen können, genau wie Sie (nach wie vor) unter der Bank mit den Handy spielen oder zum Fenster rausgucken können, aber lernen, mit dieser Freiheit umzugehen.

Die MDM Applikation hat doch volle Geräteverwalterrechte, oder? Also geht auch alles. Ob die Anbieter das “offen implementieren” spielt für mich dabei keine Rolle mehr. Wenn du mir so ein Gerät gibst, muss ich das als securitymäßig kompromittiert betrachten und kann es für private Zwecke nicht mehr verwenden. Und das muss man den Eltern und SuS auch so erklären (und das würde ich auch machen). Mit anderen Worten: Sie müssen zwei Tablets kaufen, wenn es ihnen mit der Medienerziehung ihrer Kinder Ernst ist.

In der Airdrop Nachbarstadtklasse so geschehen: Anfang 2018 vor dem Abitur hat der städtische Admin im MDM den falschen Knopf gedrückt und alle iPads komplett gewipt. Weil die wie beschrieben keine Cloud verwenden, sondern alles lokal gespeichert ist, hatten die SuS alle ihre Mitschriebe verloren - da haben sie dann alle große Augen gemacht.

Nein, eben nicht für alles mögliche, sondern nur für das, was die Schule/das MDM erlaubt. Inakzeptabel. Ein Werkzeug haben die alle in der Hosentasche, aber die meisten wissen es nicht. Könnten das aber lernen. Zeig denen mal ne Scan2PDF App mit OCR, da gucken die aber :wink:

Die Prüfungssituation finde ich wie oben erklärt unmaßgeblich, die Schulbuchsituation stellt aus meiner Sicht kein Problem dar, das geht auch mit BYOD. Die SuS können bei mir in einigen Kursen eigene Geräte mitbringen (die meisten übrigens Laptops) und damit arbeiten.

Nein, natürlich nicht. Aber zwischen der Vorgabe eines Arbeitsauftrags und der Bevormundung durch technische Systeme, die für meine Begriffe ein nicht unerhebliches Maß an Misstrauen gegen die SchülerInnen transportieren liegen für mich Welten.

VG

Frank

#19

Hi Frank. Vielen Argumenten kann ich durchaus viel abgewinnen … und ich wiederhole mich: ich habe (bisher) weder hier zu Hause noch in der Schule auch nur ein einziges Gerät, auf dem ein Apfel zu sehen ist.

Ja, das ist ja auch richtig so – bei Klassenarbeiten kannst du das auch gestalten wie du willst. Aber ganz am Ende steht aber nunmal im Regelfall das Abitur. Was hilft es, wenn vorher Laptops und alles andere frei zur Verfügung standen und ganz am Ende plötzlich wieder Rauchzeichen gegeben werden müssen? Ich habe übrigens gefragt, wie groß der Anteil der Tablet-Stunden ist. So immens groß war das gar nicht. Das meiste läuft offenbar auch dort noch “klassisch/analog” ab…

wurde dort auch gezeigt … allerdings nicht von Bankreihe zu Bankreihe sondern gleich für eine ganze Klasse: Dateien zur Verfügung stellen und wieder einsammeln. Ging in beide Richtungen – würde aber auch über eine NextCloud funktionieren.

Was hindert die Schüler denn daran, das zu tun – auch wenn sie dennoch ein gesperrtes Tablet vor der Nase haben?? Oder was hindert sie daran, trotz gesperrter Tablets z.B. mit der Taschenrechnerapp etwas völlig anderes zu tun als vom Lehrer vorgesehen?? Ich sehe das gar nicht so schwarz-weiß…

Nein – eben nicht voll. Ich versuche an die Grafik heranzukommen, die das veranschaulicht. Man kann weit weniger als es den Anschein hat … immernoch genug aber bei weitem nicht alles.

Das musst du aber doch bei jeder zweiten App, die was weiß ich für Rechte haben will ebenfalls, oder? Dann darf Win10 in der Schule auch nirgendwo laufen – die greifen da auch so viele Daten ab wie nie…

Klar – ich sage auch nicht, dass so ein System unfehlbar ist … aber die iCloud ist offenbar ein no-go in Sachen DSGVO?!

Wie gesagt – ich sehe das viel entspannter als du denkst. Es ist ungefähr die gleiche Diskussion wie vor einiger Zeit die Frage “Facebook in der Schule per Firewall (oder durch andere Maßnahmen) sperren oder nicht?”. Da würde ich jederzeit sagen: Ja – und zwar um sich um wesentlichere Dinge kümmern zu können und nicht jeden Tag von neuem Zeit, Mühe und Diskussionen um dieses leidliche Thema zu haben … (facebook kann von mir aus jetzt durch instagram oder $whatever ersetzt werden).

Alles in allem aber: eine interessante Diskussion :+1:
Michael

#20

Hallo Michael,

Aber ich persönlich unterrichte auch nicht, um Sachen prüfen zu können,

Ja, das ist ja auch richtig so – bei Klassenarbeiten kannst du das auch
gestalten wie du willst. Aber ganz am Ende steht aber nunmal im
Regelfall das Abitur. Was hilft es, wenn vorher Laptops und alles andere
frei zur Verfügung standen und ganz am Ende plötzlich wieder
Rauchzeichen gegeben werden müssen? Ich habe übrigens gefragt, wie groß
der Anteil der Tablet-Stunden ist. So immens groß war das gar nicht. Das
meiste läuft offenbar auch dort noch “klassisch/analog” ab…

im Mathe ABI bekommen die ja auch einen Schuleigenen Taschenrechner
gestellt und dürfen nicht ihren eigenen verwenden (obwohl man mit dem
WTR viel weniger “mitnehmen” kann).
Warum sollte das bei Tablets anders sein?

LG

Holger

#21

Ist das bei Euch in BW so?? Hier nicht. Alle SuS benutzen natürlich ihr eigenes Gerät (das vorher auf Werkszustand gesetzt wurde)

#22

Also mal unabhängig davon, ob/wann/wie diese Geräte prüfungsrelevant werden:

Irgendein Tablet mit irgendeiner Android Version mit irgendeinem MDM mit irgendwelchen Apps wird zur Prüfung zugelassen, aber ein mit Linbo recht sicher verschlossenes Linux-System mit Programmen, die sich genau an die Vorgaben anpassen ließen, ist nicht erlaubt?

Sollte das so kommen, hoffe ich, dass da irgendjemand eine Klage anstrengt.
Ich gehe davon aus, dass es irgendwann (herstellerneutrale) Vorgaben gibt, die man einhalten muss. Und ich gehe derzeit recht selbstbewusst davon aus, dass man das mit der Linbo/Linux-Kombination recht gut hinbekommt. Ich würde sogar soweit gehen, dass man dann zumindest in einem Bundesland alle Schulen versammelt bekäme, die mit diesem einen Image arbeiten könnten und würden (z.B. wenn so etwas zertifiziert werden muss).

Ich kann mir gut vorstellen, dass die großen Anbieter das gerne anders hätten - aber ich bezweifele, dass das im Ernstfall einer Überprüfung standhielte.

#23

In NDS ist es m.W. so, dass man Abitur in der Umgebung schreiben darf/muss, die man vorher zur Verfügung hatte.
Wurde der GTR eingeführt, schreibt man damit (tatsächlich mit seinem eigenen, von Lehrern resetteten). Selbiges gilt für die Formelsammlung, aber auch für ein Tablet. Und ist es ein Rechner, würde sich die Logik nach dem, was ich so gehört habe, auch darauf übertragen.
Noch geht das nur per gesonderter Genehmigung - aber ich denke, da irgendwann mal für die Genialität von Linuxmuster zu werben, ist nicht völlig vergeblich :slight_smile:

#24

Hi.

Ja, es wäre schön, wenn der Schritt gegangen wird. Technische Frage dazu: Kamera, Bluetooth…?! Darf imho nicht während einer Prüfung zur Verfügung stehen?!
Das, was du zur “Abitur-Umgebung für NDS” schreibst, kann ich so bestätigen.

Aber ok – wenn wir gleich den normalen Alltag und die Sondersituation “Prüfung” oder sogar “Abitur” in einen Topf werfen, wird’s vielleicht unnötig kompliziert … also bleiben wir mal beim Alltag.

Natürlich hast du Recht:

:+1:

Ich habe mittlerweile Antwort erhalten, welche Inhalte der Admin von derartig verwalteten Tablets einsehen kann und welche nicht. Hier eine Auflistung:

Nicht sichtbar für den Administrator:

  • Sämtliche Inhalte
  • Kalender
  • Adressbuch
  • Mails und Kontakte
  • Safari Browserverlauf
  • Namen gespeicherter Dateien
  • Inhalte gespeicherter Dateien
  • Nachrichten
  • Fotos & Videos

Sichtbar für den Administrator:

  • Gerätename
  • Modell: Nummer & Name
  • Seriennummer, MAC, IP
  • OS-Version
  • alle installierten Programme
  • Ladezustand
  • Speicher: gesamt / verfügbar
  • eingetragene Besitzer
  • Zeitpunkt der letzten Online-Verbindung
  • Datum der Installation
  • Installierte Profile
  • Steuerung durch Lehrkraft

Eine gesondert zu betrachtenden Punkt ist die Möglichkeit der Ortung für den Fall, dass ein
Gerät verloren ist. Wenn man das macht, wird das auf dem Gerät eingeblendet. Dort steht dann sowas wie: “Das Gerät wurde am 18.05.2019 um 08:55 von < Admin der Schule> geortet”.

Mit diesem Hintergrund zurück zu deiner Aussage:

Bleibst du dabei?

Schöne Grüße,
Michael

#25

Hallo Michael,

Mit diesem Hintergrund zurück zu deiner Aussage:

ironiemix:

Wenn du mir so ein Gerät gibst, muss ich das als securitymäßig
kompromittiert betrachten und kann es für private Zwecke nicht mehr
verwenden.

Bleibst du dabei?

ja, muss er.
Da du keine Argumente dagegen gegeben hast.
Der administrator kann Programme installieren und deinstallieren: somit
kann er jederzeit eine spyapp installieren und alle Dinge auslesen, die
er Lust hat.

und es bleibt die Unsicherheit, dass der admin jederzeit das Gerät
zurück setzen kann: dann ist alles weg, was du dran gearbeitet hast.

LG

Holger

#26

Das kann er bei einem Ubuntu Client mit Laptop aber doch genauso!? Rootkits und was es da alles gibt.
Wenn ich jeder Zeile Code misstraue, muss ich entweder alles selbst coden oder offline bleiben, oder? Oder anders gesagt: Dem Admin kommt eine besondere Vertrauensstellung zu. Das ist aber nix neues…

#27

Hallo Holger,

ich denke, wir wissen alle, dass, wer Admin- oder Root-Rechte hat überall rein sehen kann. Hier kommt dann die Frage des Vertrauens ins Spiel.

Andererseits. Was fällt auf schulischen Geräten an Daten an die jemand außenstehenden interessieren könnte?

Bei Schülern könnten es z.B. Daten aus dem Lebenslauf sein (da kann man den Schülern beibringen, dass man falsche Daten einträgt und nur beim Ausdruck kurzzeitig die richtigen) . Lehrer dürfen im pädagogischen Bereich sowieso keine Schülerdaten ablegen. Wo also liegt das Problem?

Gruß

Alois

#28

Hallo Michael,

Der administrator kann Programme installieren und deinstallieren: somit
kann er jederzeit eine spyapp installieren und alle Dinge auslesen, die
er Lust hat.

Das kann er bei einem Ubuntu Client mit Laptop aber doch genauso!?
Rootkits und was es da alles gibt …

das ist kein korrekter Vergleich, den während ich unter linux mir als
admin vielleicht einen remotezugang legen kann (trivial ist das nicht),
so ist das beim MDM immer und ganz natürlich dabei.

LG

Holger