Nectcloud als Netzlaufwerk

Hallo zusammen,

wir haben bei uns einen externen Server mit einer Nextcloud. Bei unseren bisherigen Linux-Clients war die als Netzlaufwerk per WebDAV eingebunden, was so mehr oder weniger gut funktioniert hat.

Bei unseren neuen iMacs ist das leider absolut unbrauchbar, bei jedem Ordnerwechsel dauert’s 8-10 Sekunden bis der Inhalt angezeigt wird. (Auf dem Server werden viele PROPFIND-Anfragen für jede einzelne Datei in dem Ordner angezeigt…)

Gibt’s Vorschläge, wie man das praktisch lösen kann? Ich hab schon überlegt, per rsync o.ä. die Dateien zwischen Nextcloud und dem LMN-Server zu synchronisieren und dann einfach per Samba den Ordner einbinden.

Die Ordner-Struktur von Nextcloud passt aber halt nicht zu der Ordnerstruktur auf dem Server, da hier ja z.B. alle Schüler in einem Klassen-Unterordner liegen.

Ich hab leider noch nichts dazu gefunden: kann man bei rsync irgendwie eine Mapping-Datei angeben, wo irgendwie drin steht „nextcloud:XY - lokal:students/5a/XA“? Oder muss ich das manuell programmieren?

Oder gibt’s sonstige Lösungen für unser Problem?

Danke und Grüße
Alex

Hallo Alex,

vielleicht einen anderen WebDAV Client probieren. Siehe die Hinweise aus der Nextcloud Dokumentation:

https://docs.nextcloud.com/server/20/user_manual/en/files/access_webdav.html#accessing-files-using-macos

Viele Grüße
Klaus

Hallo Klaus,

Ja, prinzipiell klappt’s mit CyberDuck deutlich besser. Nachteil: da kann man nicht direkt aus Programmen darauf abspeichern, da es nicht als „Laufwerk“ gemounted wird.

Mit MountainDuck (hab ich privat) würde das funktionieren, aber 20€ pro Gerät (bei aktuell 50 Geräten, in Zukunft sollen nochmal ca. 40 dazu kommen) nur für diese Funktion, ist dann doch etwas viel.

Okay, im Vergleich zu den Gerätepreisen fällt das vielleicht nicht mehr so ins Gewicht, aber WebDAV ist generell für viele kleine Dateien ungeeignet, auch unter Linux konnten wir z.B. den Eclipse-Workspace nicht dorthin legen, Eclipse war dann unbenutzbar…

Grüße
Alex

Hallo Alex,

wenn Du den Speicher so umfassend benötigst(Eclipse-Workspace), wäre es dann nicht eine Überlegung wert die Daten auf den lmn Server zu verlagern. Dann kannst Du mit den iMACs ganz normal das AD nutzen.
Für externe Nutzung könntest Du dann die Freigaben des lmn Servers mit Nextcloud und external_storage anbinden. Entweder direkt, wenn der Nextcloud im Haus ist, oder den Nextcloud via VPN mit der Schule verbinden. Oder gleich den Nextcloud ins Haus holen, auf einer weiteren VM. So mache ich das.

Aber wahrscheinlich hast Du da auch schon drüber nachgedacht.

Viele Grüße
Klaus

Hallo Klaus,

danke für deine Anregungen.

ja, wir wollen eigentlich beides. Sowohl externe Nextcloud als auch schnellen lokalen Zugriff. Und alles was „lokal“ in der Schule gespeichert wird, soll auch extern über die Nextcloud erreichbar sein.

ja, das hab ich mir auch schon angeschaut. Aber das müsste jeder für sich selbst in der Nextcloud einrichten, was definitiv 90% der Kollegen und Schüler überfordert…

Extern ist die Nextcloud halt deutlich schneller angebunden, insbesondere im Upload. Und da viele Kollegen die Nextcloud auch von zu Hause aktiv nutzen, wäre das schon spürbar…

Deswegen ja meine Überlegung mittels rsync ggf. die externe Nextcloud mit dem lokalen Samba zu synchronisieren.

Grüße
Alex

Hallo Alex ,

man kann als Admin in der Nextcloud für alle User die Home- und Tauschverzeichnisde vom Server anlegen. Sie werden dann beim Login automatisch gemounted. Funktioniert bei uns prima.

Viele Grüße

Jörg

Kann ich bestätigen.

Viele Grüße,
Jochen

Oh, cool, das ist mir neu. Ich hatte bisher nur Anleitungen gefunden, wie das einzelne Nutzer machen können und das wäre unpraktisch.

Wenn das zentral geht, wäre das evtl. eine Alternative.

Einziger Nachteil den ich jetzt sehe: wenn jetzt jemand was in der Nextcloud abspeichert und nicht in den freigegebenen Samba-Ordnern, dann sind diese Daten „nur“ in der Nextcloud, aber nicht über die Schul-Computer direkt abrufbar. (Außer man öffnet natürlich die Nextcloud manuell)

Wie ist da die Erfahrung bei euch: kapieren das die Kollegen und die Schüler? Also den Unterschied zwischen der „Nextcloud“ und dem „Ordner in der Nextcloud“ wo dann in der Schule landet?

Und noch ein Nachteil fällt mir noch ein: wenn die Daten nur in der Schule liegen, spielt wieder die Bandbreite eine Rolle… Müsste ich mal ausprobieren, welchen Einfluss das auf den Schulbetrieb hat.

Danke und Grüße
Alex

Hallo Alex,

Äh… nein! Da bin ich mittlerweile desillusioniert!
Aber insofern egal, als dass Du Deinen SchülerInnen eben sagst, dass sie das Unterrichtsmaterial auf H: abspeichern sollen und dass sie dann über die Nextcloud auch darauf zugreifen können. Ob sie dann zusätzlich andere Ordner außerhalb von H: nur in der Cloud anlegen, kann Dir dann für Deinen Unterricht egal sein.

Ja, klar. Bei uns liegt die Cloud auch an der Schule und wir sind gut angebunden. Was habt Ihr denn für eine Anbindung?
So wie ich Dich verstanden habe, ist doch aber die Hauptnutzung die, dass Du im Unterricht performant arbeiten können musst und die Schüler halt „auch“ die Möglichkeit haben sollen, „mal“ von extern darauf zuzugreifen, oder? Meinst Du, das legt Eure Anbindung lahm? Kann ich mir fast nicht vorstellen.

Viele Grüße,
Jochen

Hallo Jochen,

gut, dann geht’s uns da gleich :sweat_smile:

1G/200M… sollte prinzipiell gut ausreichen, aber viele Kollegen nutzen das wirklich auch zur Datenablage und Datenaustausch nutzen und da auch mal einige GB hoch und runterladen…

Danke und Grüße
Alex

Hallo Aley,

1G/200M… sollte prinzipiell gut ausreichen, aber viele Kollegen nutzen
das wirklich auch zur Datenablage und Datenaustausch nutzen und da auch
mal einige GB hoch und runterladen…

bei den Raten kann man ohne Probleme die Nextcloud in der Schule betreiben.
Ich hab das seit bald 10 Jahren so und das ging mit 150/10 los.
Inzwischen (seit Mai 2020) haben wir 1000/54 und es reicht dicke: auch
in Zeiten von Corona wo zeitweise die Nextcloud der dreh und Angelpunkt
für den Austausch mit den Schülern war (und das moodle, das ebenfalls in
der Schule stand).

Das ist ein Schulzentrum mit 1400 Schülern.

LG

Holger

Wir haben zwar 1G symmetrisch aber da hängen auch 3 große berufliche Schulen dran.

Viele Grüße,
Jochen

Hmm, danke euch beiden, dann werd ich das vielleicht mal versuchen :+1:

Hallo Alex,

Eine Anleitung gibt es hier im Fort um oder im Wiki. Die Einrichtung war bei uns aber etwas hakelig, ich habe es nur hinbekommen, indem ich der VM eine zweite Netzkarte in grün verpasst habe. Und dann kann die Nextcloud entweder das PHP-Modul für SMB verwenden oder alternativ das Kommandozeilentool smbclient. Ich glaube, ich habe das PHP-Modul entfernt, sodass die Nextcloud auf smbclient zurückfiel, nur so ging es.

Beste Grüße

Jörg

Hallo Jörg,

er hat die Cloud glaube ich extern.

Viele Grüße,
Jochen

Hallo Alex,

Ja, als Admin einloggen und in die App Konfiguration.
SMB Share hinzufügen und „Benutzername und Kennwort in Datenbank speichern“ angeben.

Dazu beschränke ich die Quota der Nextcloud per default auf 10 MB. Das merken die Leute dann ganz schnell, daß sie auf dem Server speichern sollen.

Ich benenne die Nextcloud Freigaben so(oder ähnlich), wie die Shares des Servers. Mit Präfix 10_ so daß diese immer ganz oben stehen. Also für Schüler:
10_Shares, 10_Students-Home
für Lehrer:
10_Home, 10_Shares, 10_Students-Home

Viele Grüße
Klaus