Interne Netzwerkbandbreite 1G oder 10G? - Bitte um Erfahrungsberichte

Hallo zusammen,

wir sind gerade dabei für einige Schulen die Netzwerktechnik für linuxmuster zu planen. Mich beschäftigt hier immer wieder die Frage wie sollte die Netzwerkbandbreite ausgelegt werden, insbesondere mit dem Hintergrund, dass wir den lokalen Fileserver und linbo zur Imageverteilung einsetzen wollen. Letzteres für Desktop-PCs wie Info-Kabinette, aber auch für Lehrer-Laptops, die ihre Geräte 1 Mal pro Monat für Updates ans LAN stecken und das Gerät möglichst zeitnah (mindestens am gleichen Tag) wieder mitnehmen wollen. Wie sind hier eure Erfahrungen, was Laufzeiten und Durchsatz angeht?

Danke vorab und FG,
Frank

Hallo Frank,

Ihr plant ja euer Netzwerk nicht für Linuxmuster, sondern für einen gewissen „Investitionszeitraum“. Die benötigte Bandbreite wird nicht Stillstehen. Die Technik macht Preislich auch nicht den größten Unterschied. Du solltest auch bedenken, dass der Durchsatz im Netzwerk nur so stark ist wie an seiner schwächsten Stelle. Wenn du also zum beispiel 2 24-Port switches hast, die über 1G miteinander verbunden sind. Teilen sich alle Geräte auf der einen Seite diese eine 1G Verbindung, um mit Geräten auf der anderen Seite zu kommunizieren. Wenn dann noch ein Hop dazu kommt (Ein 5 Port switch an einem der 24 Ports sinkt die Bandbreite dieser Geräte noch weiter. Ich weiß nicht wie euer jetziges Netzwerk aufgebaut ist oder euer geplantes Netzwerk aussehen soll, aber ein Netzwerk sollte Ideal so aufgebaut sein wie eine Wasserleitung. Am Anfang kommt das Dickste Rohr (Vebindung zwischen Stockwerken/Bereichen), dann wird es schmaler (Vom Stockwerksverteiler zu den Switches in den Räumen, falls vorhanden) und am Schmalsten ist dann die Verbindung zu den Rechnern.

Wir Haben unser Netzwerk so geplant: Die Server untereinander sprechen 10G über DACs die Verbindung zu den 5 Bereichen läuft über 10G Glasfaser und die Anbindung der Computer und Access Points fürs Wlan läuft über 1G.

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Hallo Frank,

schön wieder von Dir zu lesen. Ich vermute, dass ihr jetzt wohl voll auf unser System setzen wollt.

Ich kann Kevin, nur vollends beipflichten. Wir haben es vor fast zehn Jahren so aufgebaut (Backbone 10G, Endgeräte 1G) und sind immer noch auf der sicheren Seite. Also richte den Blick in die Ferne, weil wer weiß, wie es mit den Finanzen weitergeht. Die Erfahrung zeigt ja, dass was Du jetzt einrichtest, wird Euch über Jahre begleiten. Es sei denn, ihr habt einen finanzstarken Background in der Hinterhand.

Beste Grüße

Thorsten

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Hallo Frank,

ich stimme hoches voll und ganz zu.
Kleine Ergänzung: wenn Ihr so oder so neue Netzwerkkomponenten plant, dann schau doch, dass Du für die WLAN-APs 2,5 oder 5 Gbit/s-PoE-Ports bekommst. Zumindest nominell reizen die APs mit den neuen WLAN-Standards (Wifi 6(e), 7,…) die Gigabit-Bandbreite bereits mehr als aus, warum sollte man die dann gleich im Uplink künstlich begrenzen. Kommt aber darauf an, welche Switches Du nehmen willst und ob es das zu halbwegs bezahlbaren Preisen gibt.
Ah, und plant bitte eine direkte Anbindung der Access-Switches per 10G-LWL an den Coreswitch, nicht kaskadieren.

Viele Grüße,
Jochen

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Das dieses für sämtliche Server gilt, ist selbstredend. Aber der Vollständigkeitshalber soll es doch erwähnt werden :slight_smile:

Beste Grüße,

Thorsten

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Hallo zusammen,

danke für eure Antworten, das bestätigt meine Erwartungen.
@MachtDochNix ja, wir sind mitten in der Hardware-Besorgung und hier kam die Frage nach den zu verwendenden SFP-Modulen hoch. Ich hoffe wir können hier noch auf 10G gehen bei der Verbindung der Core-Switches mit den Access-Switches.

VG,
Frank

Hallo Frank,

haben die Switches SFP+ Einschübe? Wenn ja, die lassen sich auch mit SFP-Transceiver bestücken, wenn nur 1G benötigt wird. Das ist zumindest bei unseren HP-Switchen möglich.

Beste Grüße

Thorsten

Hallo Frank,

wenn Ihr neue Switche kauft, dann nur mit SFP+, alles andere wäre eine Investition in veraltete Technologie. Und bei den SFP±Modulen spielt es preislich im Vergleich zur restlichen Hardware kaum noch eine Rolle, ob man 1G oder 10G nimmt. Wir haben gute Erfahrungen mit den 10G-Modulen von Ubiquiti gemacht, da kosten 20 Stück 400 € für MM und das doppelte für SM.

Beste Grüße

Jörg

@MachtDochNix SFP+ Ports sind an Bord.

Noch anknüpfend an den post von @jrichter bei der Seite fs.com kriegst du für so ziemlich jeden switch ein passendes SFP(+) Modul zum günstigen Preis. Die haben wir hier auch im Einsatz und das funzt prima.

Liebe Grüße
Der Hoches

Hallo Kevin,

es gibt aber auch andere Lieferanten. Ich fahre seit Jahren ausgezeichnet mit:

https://www.conbic.com

Beste Grüße

Thorsten

Hallo Frank84,

10 Gig soweit es geht. Dann kann man in ein paar Minuten das System neu aufsetzen.

VG
Peter