Cupsd zieht dauerhaft 100% Prozessorleistung

Hallo zusammen,
unsere Schule hat als Sachspende einige Kopierer von Konica-Minolta erhalten. Ich habe die Kopierer aufgestellt und dann auch auf LMN7 ganz normal unter cups als Netzwerkdrucker installiert.

Bereits während der Installation fror der Linuxclient, an dem ich im Browser auf cups arbeitet, ein.
Ich habe daraufhin einen Neustart des Clients gemacht und festgestellt, dass die komplette Gnome-GUI hängt. Nach dem Login kann man nix bedienen, die Shell-Extensions im Panel werden nicht aktualisiert etc. Das Bild ist wie eingefroren, nur der Mauszeiger lässt sich bewegen.

Ich habe mich dann per ssh vom Server aus auf dem hängenden Client eingeloggt und musste feststellen, dass cupsd 100% Prozessorleistung zieht und dadurch die Gnome-Gui "blockiert"
Wenn ich cupsd beende läuft auch Gnome sofort wieder und das System verhält sich normal.

Dieses Phänomen ist bei allen Bionic-Clients zu beobachten!

Ich kann also nach hinzufügen von drei Druckern im Prinzip keine Linux-Client mehr nutzen, da überall cupsd „hängt“.

Die Druckerkonfiguration auf dem Server ist jedoch vollständig und funktioniert.

Und noch eine Auffälligkeit: Das Phänomen der hängenden Clients tritt nur bei registrierten LMN-Clients auf. Wenn ich mit meinem privaten Laptop hier über WLAN ins Netz gehe kann ich die installierten Drucker ja auch alle nutzen, jedoch ohne die cupsd-Probleme.

Was kann das sein?

Hier mal die aktuelle Druckerkonfiguration:

Hallo,

stochern im Nebel! Ich hatte vor einiger Zeit auch ein unerklärliches Problem mit Cups. Nachdem ich in der Schulkonsole alle Druckerzuordnungen gelöscht- und neu zugewiesen habe funktionierte wieder alles wie gewünscht.

Vielleicht ist es bei Dir das gleiche?

Viele Grüße

Alois

Ich schaue mir das gleich mal an. Ich habe tatsächlich gar keine Zuordnung in der Schulkonsole vorgenommen, sondern die Drucker lediglich über das cups-Interface angelegt.

Viele Grüße
Ralf

Hallo Ralf,

Alois sprach von der lmn6.2
Ich meine in der lmn7 gibt es die Zuordnung in der WebUI noch nciht.
Ich erledige das durch die /etc/cups/access.conf (oder jetzt mit in der cupsd.conf?).
Ich würde das auf jeden Fall kontrollieren und ich würde mal einen anderen Treiber nehmen.
Normalerweise verwende ich den Hersteller generic und dort einen der postscript treiber: egal um welchen Drucker es sich handelt.

LG

Holger

Hallo,

wie man die ACLs in cups auf dem server anpaßt steht in der Doku:

https://docs.linuxmuster.net/de/latest/systemadministration/printer/printer/4-drucker-auf-clients-einrichten.html
(Beste Grüße an unser Doku Team :slight_smile: )

LG

Holger

1 Like

Ok, also im ersten Schritt habe ich nun alle drei neuen Drucker (Kopierer) wieder aus cups gelöscht.
Dann habe ich sie ordentlich in der Geräteverwaltung als „Drucker“ angelegt und sodann wieder neu in cups als Drucker angelegt.

Das Problem ist leider immer noch vorhanden. Der cupsd der Clients geht auf 100% und blockiert Gnome/Gui…

Später ändere ich mal die Treiber, wie Holger vorgeschlagen hat. Vielleicht muss ich die Konica-Minolta-cups Treiber auch noch auf den Clients installieren?? Ich habe das bislang nur auf dem Server gemacht, damit mir die Geräte in cups korrekt angezeigt werden und ich sie installieren kann.

Hallo Ralf,

wie sind den die Drucker am Client angebunden.
Hast du den server als druckserver in der /etc/cups/client.conf drin, wie im Link von mir beschrieben?
In dem Fall hab ich noch nie einen Druckertreiber am Cleint installiert: der reicht alles direkt an den cups des servers weiter …

Läuft den der cups Dienst am Server?
Kannst du ihn ohne Probleme mittels
service cupsd restart
neu starten?

LG

Holger

Ha… das war’s. In der Datei stand nur ServerName #SERVERIP
:rofl:

Interessant. Ich hatte das Setup des Client-Images seinerzeit mit lmlcc gemacht. Da schien druckmäßig alles zu stimmen.

Nun klappt es jedenfalls ohne Hänger! Klasse!!

Vielen Dank und Grüße
Ralf

Vielleicht leitet ihr den Fehler mal ans Entwicklerteam weiter (sofern die nicht sowieso mitlesen?).

Dass während der Installation der Platzhalter #SERVERIP nicht durch die IP-Adresse ersetzt wird ist IMHO ein Bug der Setup-Scripte. LMLCC hat das auch nicht „bemerkt“ bzw. gesetzt, obwohl ich die Druckkonfiguration darüber geprüft hatte.
Bei zwei installierten Druckern hat es sich nicht bemerkbar gemacht. Bei fünf Druckern jedoch waren die Auswirkungen fatal (Ausfall aller Linux-Clients).

Viele Grüße
Ralf