Clients melden sich Offline / dhcpretry

Hallo Wilfried,

bei mir steht das hier:

# LINBO start.conf Beispiel mit
# Windows 7 auf Partition 1 (NTFS)
# Ubuntu Lucid 10.4 auf Partition 2
# Swap auf Partition 3
#
# Cache auf Partition 5
# Festplatte 160G

[LINBO]                  # globale Konfiguration
SystemType = bios
KernelOptions = dhcpretry=9

Gruß

Alois

Hallo Wilfried,

seitdem ich einen 3Com-Switch durch einen Unifi-Switch ersetzt habe,
gibt es einige Rechner mit dem “Linbo-offline-Syndrom”. Meine
Frage:Direkt nach “## Managed by linuxmuster” stehen ja die Einträge für
die Bootregeln. Diese Einträge sind bei mir bei fast jeder
Hardwaregruppe verschieden. Würden diese modifizierten Einträge durch
den import_workstations auch überschrieben? Und wenn ja, wo kann ich
dann “dhcpretry=10” dauerhaft unterbringen?

wie Alois schreibt: du kannst die Booteinträge in der grub.cfg durch
import_workstations setzen lassen.
Dann muss die ### managed by linuxmuster Zeile unverändert bleiben.
Gewünschte Parameter kommen in die kernelOptions Zeile
Ein Import trägt sie in die grub.cfg
Beim nächsten boot des Clients bemerkt er die Änderung, schreibt sie auf
die Platte und bootet neu, bevor die Oberfläche kommt (das ist normal).

LG

Holger

Hallo Alois und Holger,

ich hatte den Eintrag ### managed by linuxmuster … in der grub.cfg entfernt, damit Änderungen erhalten bleiben. Nachdem ich den dhcpretry-Eintrag in der start.conf eingefügt habe, musste ich vor dem import_workstations den Eintrag ### managed by linuxmuster … ergänzen, damit die dhcpretry-Sache in die grub.cfg geschrieben werden konnte. Danach habe ich meine anderen Änderungen wieder vorgenommen und die Zeile ### managed by linuxmuster … wieder entfernt, damit beim nächsten import_workstations nichts verändert wird.
Vielleicht etwas umständlich, aber es funktioniert und alle clients bekommen jetzt ihre IP.

Viele Grüße
Wilfried

Wir haben hier auch an einigen Rechnern das OFFLINE-Problem. Allerdings schon vor der Rechneraufnahme. Wie bzw. wo kann ich die per default ausgelieferte start.conf mit dem dhcpretry-Wert versehen?
Grüsse Tobias

Hallo liebe Community,

unser Lieferant hat mir Fujitsu Lifebooks A357 mit einem Realtek-Chip geliefert und ich vermute, dass die Treiber hier ein Problem machen. Ich hatte schon den dhcp-retry hochgeschraubt. Dennoch bleibt der Linbo-Client (2.3.51.-0) offline.
#Hat jemand einen Tipp, wie ich nur mit der Console herausfinden kann, ob und #welcher Netzwerkkartentreiber hier benutzt wird?

Update: es ist ein Realtek RTL8111/8168/8411 Gigabit Ethernet rev. 15.
Kerneltreiber Linux Mint: r8169
Kernelmodule: r8169

Über hilfreiche Tipps würde ich mich freuen.

Hallo lieber Henning ,
In den meisten Fällen ist der Client nicht offline, sondern man sieht nur die Bildschirmausgabe nicht .
Du solltest einmal mit linbo-ss versuchen, auf den Client zu kommen. Wenn das funktioniert, ist dein Client nicht offline, sondern die Bildschirmausgabe ist aufgrund des kernel mode settings nicht möglich. Bitte sieh einmal in diesem Forum mit dem Stichwort nomodeset nach, was dann zu tun ist, meistens brauchst du nur den Kernel Parameter in der start.conf.
Liebe Grüße
Christoph

Vorsicht Typo!

linbo-ssh

Beste Grüße

Thorsten

Uups…
Danke für die Berichtigung😳!
Gruß Christoph

Der Client hat laut ifconfig an der Console keine IP bekommen.
Deshalb wird linbo-ssh auch nicht funktionieren.

Ich versuche es etwas deutlicher zu erklären:

Es ist ein nagelneuer Laptop ohne Betriebssystem. Darauf wird ein Xenial-Client installiert. Ich starte also den Laptop und über PXE bekommt er auch eine Verbindung. Jetzt startet Linbo und er bekommt keine IP mehr und zeigt mir euch keine IP mit ifconfig an.

Kann ich sonst noch etwas testen?

Hallo Henning!

Hast Du mal ein „normales“ Linux-Livesystem probiert?

Besten Gruß

Thorsten

Hallo MachtDochNix!
Ich habe es mit dem Linbo-ISO probiert. Ergebnis: Offline und keine IP bekommen.

Funfact: Linux Mint Tessa rennt ohne Probleme.

Scheint ganz darauf raus zu laufen, dass der Netzwerktreiber nicht im Linbo Kernel ist. Welche Kernel Version hat dein Linux Mint und welche dein Linbo? (uname -a)

Hier müsste Linbo warscheinlich ein weiteres Kernel Update spendiert bekommen.

Hallo Till,

denke ich auch schon fast.

Linux Mint 19.2
Linbo 4.14.88

Die Karte im Laptop ist eine Realtek. Habe ich oben schon erwähnt.

Realtek RTL8111/8168/8411 Gigabit Ethernet rev. 15.
Kerneltreiber Linux Mint: r8169
Kernelmodule: r8169

Habe leider immer noch das Problem. Kann jemand bestätigen, ob es den Treiber im Linbo gibt?

Hier nochmal die Frage: Welchen Kernel lädt dein Ubuntu und welchen Kernel hat Linbo geladen?

Edit: Ich sehe den Linbo Kernel hast du mit 4.14.88 benannt, das ist auch der aktuelle den wir mitliefern.

Was ist in Mint drin?

edit2: Es ist immer besser den neusten Kernel zu verwenden, leider ist der Update Prozess mit Linbo nicht so einfach da wir hier das cloop Kernel Modul selber pflegen müssen. Letzten Sommer hatte ich hier ein paar Änderungen eingepflegt um auf 4.14.88 zu wechseln.

Hallo Till,

tja, wie kann ich denn jetzt vorgehen?
Selber habe ich einen Kernel noch nicht angefasst.

Den Mintkernel poste ich morgen. Heute bin ich schon im Feierabend.

Gruß
Henning

So, nachgesehen: Linux Mint 19.2 funktioniert „out of the box“ mit dem Kernel 4.15.

Eigentlich bleiben hier nur 3 Optionen:

  • Nic wechseln / USB Nic verwenden
  • @thomas fragen ob er ein Kernel Update einpflegen kann / den entsprechenden Treiber implementiert
  • Dienstleister beauftragen entsprechende Anpassungen vorzunehmen

Lieber Henning,

ich bleibe mal etwas „nervig“ - nicht, um Dich zu ärgern: Ich halte es für möglich, dass Dein Linbo-Kernel, der ja laut Versionsnr. den Realtek unterstützen müsste, durchaus die Netzwerkkarte erkennen können müsste.
Versuch doch mal folgendes:

  1. Ermittele die MAC des clients

  2. Dupliziere eine Workstationszeile und ändere MAC / IP für diesen client ab

  3. Kopiere die start.conf für diesen client (Gruppe anpassen, auch in der start.conf oben selbst)

  4. Trage als Kernelparameter dhcpretry=20 ein und ein nomodeset

  5. import_workstations

  6. Lass den Client über PXE starten (vorher überprüfen, ob Du BIOS / UEFI starten willst)

Was passiert dann ?

Bei mir starten auf diese Weise die „absonderlichsten“ Rechner.

L.G.
Christoph

Hallo Christoph,

alle Schritte befolgt und die Möhre läuft. Jetzt bin ich auf der Suche, woran genau das vorher gescheitert ist. Ich habe nicht die start.conf kopiert. Das muss ich jetzt mal beim zweiten Gerät ausprobieren.
Aber erstmal Danke. Es ist ein pures Geduldsspiel manchmal. Vor allem, wenn die Baureihen sind ändern.

Besten Dank nochmals.

Gruß
Henning